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Starke Tesselaar-Schützlinge in Jägersro

1. Oktober 2026
1 Min. Lesezeit

Mit seinem trefflichen Trio aus der Berliner Breeders Crown - Ruby Handsome, Silver Joe und Aurelio - machte Dion Tesselaar am Mittwochabend Jägersro seine Aufwartung und war mit drei Ehrenplätzen ähnlich erfolgreich. Ein Volltreffer gelang dem 56-Jährigen aus Willemsoord bereits vorab im Rahmenprogramm, als er den erstmals außerhalb Hollands laufenden Helgafell-Sohn Profiles By Finish aus zweiter Reihe zum leichten Sieg in 1:13,6/2140 Meter führte.

Im direkten Anschluss stand das Breeders-Course-Finale der zweijährigen Stuten um 1 Mio. Kronen (rund 96.000 Euro) an. Tesselaar ließ sich mit Ruby Handsome vom Fleck weg von der dänischen Calgary-Games-Tochter Nova Game (Ken Ecce/Foto Jägersro Trav) ziehen und blieb bis zur Linie als einziger an der 1:13,0 trabenden Siegerin dran. Mit 1:13,2/1640 Meter egalisierte die Quick-Wood-Tochter der Union Wertstoffhandel GmbH, die Ferdinand Hirsch auch selbst gezogen hat, den deutschen Rekord zweijähriger Stuten von Look of Love aus dem Jahr 2021 (ebenfalls Jägersro).

Auch bei den zweijährigen Hengsten und Wallachen lautete der Einlauf Dänemark vor Deutschland. Der Greenshoe-Sohn Nassir Dust (Foto Jägersro Trav) spazierte mit Robin Bakker beim dritten Sieg in Serie unter Rekordverbesserung auf 1:13,8/1640 Meter Start-Ziel vor dem Feld und erinnerte einen mit seiner Souveränität und dem Ohrenspiel unweigerlich an den jungen Fragolino Rosso, um dessen Nachfolger sich Trainer Paul Hagoort offenbar keine Sorgen machen muss.

Dion Tesselaar folgte Nassir Dust mit Silver Joe lange auf Schritt und Tritt, kam diesmal allerdings nicht in die Verlegenheit, mit Reserven festzusitzen, sondern hatte am Ende nach vorn wie hinten (zum nach Startgaloppade überragend gelaufenen Gerrits-Schützling Lear Wise L.) reichlich Luft. Mit 1:14,1 verbesserte Silver Joe den deutschen Rekord zweijähriger Wallache seines Trainingsgefährten Aurelio gleich zum drei Zehntelsekunden.

Jener Aurelio, der in der Breeders Crown gegen Blizzard Diamant zwar chancenlos war, sein blasses Laufen im Derby-Finale aber richtigstellte, ging in der 120.000-Kronen-Abschlussprüfung lange wie der Sieger, war gegen die im Einlauf aus dem Rücken vehement angreifende Lasbekerin Ulaya (Mika Forss) aber ohne Chance, enttäuschte als Zweiter in 1:13,7/2640 Meter dennoch nicht und rundet die starke Tesselaar-Bilanz ab.

Ulaya war nicht die einzige Siegerin aus dem Ehlert/Lasbek-Quartier an diesem Abend. Mika Forss gewann überdies eine Bänderstartprüfung mit Vanita in 1:15,5/2140 Meter. Hinzu kamen Platzierungen mit Weruweru (3. in 1:15,7/2140 Meter), Virginia (5. in 1:14,3/2140 Meter) und Geiles Leben Home (3. in 1:13,1/2140 Meter). Lediglich Valaparaiso ging trotz klarer Rekordverbesserung auf 1:12,9/1640 Meter als Achte leer aus.

Ohne Treffer ging auch Karin Walter-Mommert nicht vom Platz, die nicht weniger als acht Starter unter Order hat. Gleich der erste, der dreijährige Cash-Hanover-Sohn Laurence Olivier (Foto: Jägersro Trav) verließ in 1:15,0/2140 Meter die Maidenklasse. Markus Waldmüller steuerte überdies einen Ehrenplatz mit Lord Bolin bei, den auch Stefan Persson mit Kenobi Mearas erzielte.

Ergebnisse