Nomineller Höhepunkt der V85-Veranstaltung in Åby war die zum Abschluss ausgetragene Svenskt Mästerskap um mehr als 1 Mio. Kronen. Nachdem der klare Vorausfavorit Epic Kronos mit einem Hufabszess im Stall bleiben musste, war die schwedische Meisterschaft offen wie selten.
Obwohl sich A Fair Day nach einigen Formschwankungen zuletzt mit seinen Siegen Nr. 29 und 30 in Vaggeryd und Charlottenlund - allerdings in schwächerer Garnitur - wieder von seiner besseren Seite zeigte, hatte man den Volkshelden aus dem kleinen Lot von Amateurtrainerin Elisabeth Almheden eher nicht auf dem Zettel. Zweite Reihe und die verlangte 2640-Meter-Distanz schienen nicht nach dem Geschmack des Siebenjährigen, der dann aber alle Zweifler Lügen strafte.

Oscar Ginman verpasste dem 115:10-Außenseiter im Rücken des favorisierten Kentucky River (Magnus Djuse) ein Maßrennen, bei dem er unterwegs Position um Position gutmachte. 700 Meter vor dem Ziel fasste sich 49-Jährige ein Herz und griff mit A Fair Day überfallartig an. Kentucky River war überraschend schnell passiert, auch der bis dahin unangefochten führende High On Pepper (Eirik Höitomt) vermochte keinen Widerstand zu leisten. Unter dem lautstarken Jubel des Publikums zog A Fair Day eingangs des letzten Bogens nicht nur in Front, sondern auch gleich auf und davon.
Als der Maharajah-Wallach mit sechs, sieben Längen in Einlauf bog, trug ihn eine Welle der Sympathie Richtung Ziellinie, vor der Oscar Ginman ausgelassen jubelte. Mit 1:11,2/2640 Meter verfehlte A Fair Day den im Vorjahr von Francesco Zet aufgestellten Rennrekord nur um eine Zehntelsekunde.

Knappe fünf Längen hinter dem Sieger eroberte der innen geschonte Ready Star (Mats Djuse) den Ehrenplatz vor High On Pepper, Call Me Gleipner und Barack Face.