AKTUELL

Platzer-Double mit Billy Kimber und Postillion

18. September 2026
1 Min. Lesezeit
© Franz Hahn

(mtzv-press/MT) Acht Rennen bot der MTZV am Mittwochabend in Daglfing an, die Prüfungen konnten teils stattliche Felder aufweisen.

Zum Auftakt dominierte Ustinov (Sophia Raschat) das Trabreiten nach Belieben und siegte beim Debüt in dieser Disziplin spielend in einem dezimierten Feld. Den müden Rest schnappte sich zum Schluss noch Iamtheonewhoknocks (Melanie Fleschhut) und sicherte sich so mit Abstand das zweite Geld.

Ein Start-Ziel-Erfolg gelang ein Rennen später Canavaro Viking (Christoph Fischer). Von der äußeren Nummer acht ins Rennen gegangen, sicherte sich der Gustav-Diamant-Wallach umgehend das Kommando und gab dieses bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand. Hinter dem überlegenen Sieger schaffte es Ideolog (Vitus Schwaiger) fünf Längen zurück auf den Ehrenplatz, knapp vor Excellent Grandcru (Josef Spaber), der aus der zweiten Reihe bei nicht ganz einfachen Bahnbedingungen das Optimum holte.

Sehr ausgeglichen besetzt war das Amateurfahren der Klasse bis 7.200 Euro. Von den zwölf am Start befindlichen Gespannen wurde am Wettmarkt gleich vier ein Sieg zugetraut, und einer davon machte schließlich auch das Rennen. Der erstmals in Bayern antretende Tyrolean Hero (Martin Geineder), der Anfang August eine Box in Arnstorf bezog, zeigte sich blendend auf dem Posten.

Zunächst im hinteren Drittel des Feldes gehalten, verbesserte sich der Fünfjährige vor den Tribünen in der zweiten Spur in die Spitzengruppe. In der Gegengeraden vergrößerte der Father-Patrick-Nachkomme den Druck auf die zwischenzeitlich an Capella (Marc Raschat) vorbeigegangene Pilotin Gracias (Regina Öhlinger) und brach deren Widerstand zu Beginn des Einlaufs. Der Rest war Formsache, so siegte der Wallach überlegen gegen Gracias, Major Greendwood (Dr. Conny Schulz) und Luke Danes (Daniel Hinterhäuser), der nach passendem Rennverlauf dennoch keine besseren Möglichkeiten hatte. Totofavoritin La Mirage (Nicole Mansel-Christ) und Mitfavoritin Capella hatten dagegen nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun.

Überraschung durch Kador du Choquel

Dass man im Alter immer noch im Sulky aktiv sein kann, beweist Ferdinand Veit jede Woche aufs Neue, denn der über 80-jährige Veteran ist auf jeder bayerischen Bahn im Einsatz. Am Mittwoch schoss „Ferdi“, wie ihn seine Anhänger nennen, wieder einmal den Vogel ab. Mit Kador du Choquel war er früh in die Offensive gegangen und in der zweiten Spur an die Seite von Pilotin Pamira (Christoph Fischer) gerückt. Eine Runde vor Schluss zog White Flake (Tom Karten) an dem Franzosen vorbei, der wiederum ausgangs der Gegengeraden die etwas müde werdende Mommert-Stute seinerseits passierte und sich an die Seite von Super Pro LR (Rudi Haller) wechselte, die mit Reserven im Rücken der Pilotin lauerte.

An der letzten Ecke reagierte der Franzose mit einem Fehler und fiel zurück; Super Pro LR kam passend frei und sah in der Distanz wie die Siegerin aus. Dann allerdings wurde Kador nochmals richtig schnell, und auf der Linie sicherte sich der Wallach einen knappen Vorteil vor der Haller-Kandidatin, die mit dem Ehrenplatz zufrieden sein musste. Natürlich sorgte dieser Toto-Schocker für eine deutliche Reduktion der im Spiel befindlichen Systeme in der V6-Wette, die am Ende dennoch getroffen wurde.

Zum Auftakt der V4-Wette siegte der Italiener Indianajones Treb (Christoph Schwarz) mit großer Autorität gegen Glory CG (Andreas Geineder) und Zamba Zamba S (Christoph Fischer) und musste dabei seine Karten in keiner Weise aufdecken.

Das letzte Drittel des Programms eröffnete Billy Kimber (Peter Platzer) mit einem sehenswerten Sieg. Zwei Runden vor Schluss an die Spitze gezogen, hielt der Wallach den schärfsten Widersacher King des Ves (Marc Raschat) in der zweiten Spur, welcher der Trotteur-Royal-Vertreter letztlich Tribut zollen musste. Mit einer sicheren Länge siegte Billy Kimber gegen den nicht aufsteckenden Kontrahenten und holte sich so beim sechsten Jahresstart den vierten Sieg.

Sieg Nummer zwei beim zweiten Karrierestart fixierte Senna (Tom Karten). Am Start sofort in Front gezogen, hatte die Stute bis zum Ziel keinen Gegner mehr zu fürchten und blieb klar vor Wichita (Josef Franzl) und Wailando (Christoph Schwarz). Der Wieserhofer wurde nach dem Rennen von der Rennleitung wegen einer mutmaßlichen Behinderung an Jack Josselyn überprüft, blieb jedoch in der Wertung.

Zum Abschluss gingen sechs Kandidaten über die Meile an den Start, wobei Peter Platzer das Kunststück gelang, mit Postillion (Titelfoto Franz Hahn) gegen den sehr starken Beginner Desiderio (Pinja Mäkinen) das Kommando zu erobern. In der Folge ging die junge Finnin eine Runde vor Schluss in die Offensive, drückte gegen den Love-You-Wallach aber vergeblich an und musste so die Niederlage akzeptieren. Postillion stand sein Pensum mehr als gut durch, holte sich den Treffer in 1:15,0/1.609 Meter und siegte in Tagesbestzeit. Damit war Peter Platzer der einzige Aktive des Abends, dem als Fahrer zwei Treffer glückten, wobei er zwei der drei Treffer von Team Lila markierte.

Vor dem offiziellen ersten Rennen setzte der jüngste Gramüller, Simon Gramüller (7), in professioneller Ausrüstung ein Ausrufezeichen und stellte sich mit dem Pony Nero siegreich bei den Minitrabern vor. Hier gingen die weiteren Plätze an Lissy und Ramon.

Der nächste Daglfinger Renntag ist am Sonntag, 11. Oktober 2026. Voraussichtlicher Start: 14:00 Uhr!