Le Trot, Sonntag, 4. Oktober 2020. „Ein Monument des französischen Trabrennsports ist von uns gegangen“, beschrieb Jacques Frappat, Präsident der Fédération normande des courses hippiques, seine Gefühlslage, als er am 4. Oktober vom Tod des 88-jährigen Vaters von Elisabeth (Besitzerin von Bird Parker) und Philippe Allaire erfuhr.
Geboren in die Familie eines Pferdehändlers in Pleslin an der Côtes d’Armor im Norden der Bretagne, zögerte er als junger Mann nicht lange, ein Stück weiter Richtung Nordosten in die Normandie, eines der Kerngebiete der französischen Traberzucht bzw. des Rennsports, weiterzuziehen und sich dort alsbald selbstständig zu machen.
Fast ein halbes Jahrhundert prägte Pierre-Désiré Allaire überwiegend als Trainer den französischen Rennsport, schrieb sich in die Siegerlisten zahlreicher Gruppe-I- und -II-Prüfungen ein und war unter anderem der Entdecker einer gewissen Une de Mai, die zwar nie den Prix d’Amérique, jedoch fünfmal das Critérium de Vitesse de la Côte d'Azur sowie die Prix de France und de Paris gewann.
Seine „erwachsenen“ Champions waren Fakir du Vivier, Toscan, Équiléo - und Grandpré mit dem er sich für eigene Kasse den Traum aller Trabrennsportler erfüllte: Mit dem damals sechsjährigen Hengst gewann er 1978 den Prix d'Amérique, mit Fakir du Vivier belegte ein weiterer seiner Protegées Platz zwei.
Nach Ablauf der Sperre stand er an der Spitze des Haras de Retz und führte für Lucien Urano seit Anfang der 2000er Jahre Look de Star (Critérium des Jeunes), Gobernador (Prix de France und Paris), Nelson de Vandel (Critérium des Jeunes), Jain de Béval (Critérium des 3 Ans), Leda d'Occagnes (Prix d'Essai) und als Letzte Kiss Melody (Grand Prix de l‘UET) zu klassischen Weihen.