(dk) Das Hippodrome du Grand Genève-Divonne gut 20 Kilometer nördlich von Genf, das jährlich im August einige Trabrennveranstaltungen ausrichtet, war am Dienstag Ziel der nächsten Landung auf der Frankreich-Kampagne von Domenik Jet, hinter dem zum vierten Mal in Folge Gabriele Gelormini Platz nahm, der dem Nimczyk-Schützling aus dem Gemeinschaftsbesitz von Florian Marcussen, Thorsten Tietz und dem Stall Franziska wieder bestens gerecht wurde.
Auf dem 1.200-Meter-Linkskurs, auf dem vor sechs Jahren bereits ein anderer aus Deutschland gestarteter Jet, nämlich Orlando Jet bei einem leichten Sieg seine Visitenkarte hinterlegt hatte, bediente sich Gelormini mit dem aus der zweiten Reihe gestarteten 22:10-Favoriten eine Runde lang der Führdienste Distillatoss (Xavier Bovay), bevor er mit ihm im Schlussbogen dem führenden Bomber Man (Mario Manzone) auf den Zahn fühlte, der an der letzten Ecke beinahe zur "Bombe" für den ersten französischen Seriensieger aus Willich geworden wäre.
Da nämlich fädelte Gelormini mit seinem Pine-Chip-Sohn bei dem dem Augenschein nach kurz etwas nach außen weichenden Piloten ein, was beide für einen Moment merklich ausbremste. Der gefragte französiche Catchdriver verschaffte seinem Partner, der die heikle Situation mit Bravour meisterte, aber ohne einen falschen Schritt rasch wieder freies Schussfeld und brachte die 29.000-Euro-Prüfung, die bei 162.000 Euro Lebensgewinnsumme geschlossen war, in 1:11,5/2.000 Meter unter einigen Hilfen, die hierzulande vermutlich schon nicht mehr unbeanstandet bleiben würden (in allen südlicher als Deutschland liegenden europäischen Trabernationen aber als nicht der Rede wert gelten), sicher nach Hause.
Mit sieben Starts hat der gebürtige Italiener damit nach Siegen in Le Croisé-Laroche, Nancy, Reims und nun Divonne-les-Bains bereits 65.400 Euro auf seiner Frankreich-Tournee zusammengetrabt.

