Konstanz lautete das Zauberwort von Michael Hamann bei der Europameisterschaft der Amateurfahrer, die am Sonntagnachmittag in der Wiener Krieau ausgetragen wurde. Dem 54-jährigen Berliner, der für den ins Profilager gewechselten Tom Karten ins 13-köpfige Teilnehmerfeld nachrückte, genügten in den vier Wertungsläufen tatsächlich zwei sechste und zwei vierte Plätze, um im Endklassement den Silberrang zu belegen.

Dabei konnte sich der deutsche Vertreter sogar noch zwei Punktabzüge wegen unvorschriftsmäßiger Unterstützung leisten. Dennoch behauptete er am Ende einen Zähler Vorsprung vor dem Ungarn Attila Kurucz, der im letzten Lauf Galopp fuhr, während Hamann mit dem Ex-Deutschen Lamborghini Bros als Vierter die entscheidenden Punkte holte.
Vermund Madsen Drolsum (28) genügte im Finale ein sechster Rang, um seinen klaren Vorsprung, den er mit einem Sieg und einem zweiten Platz herausgefahren hatte, souverän zu verteidigen und den EM-Titel erstmals in der mehr als 70-jährigen Geschichte nach Norwegen zu holen.
Während Hollands Erik van den Bergh mit Rang vier im letzten Lauf noch bis auf Platz vier sprang, endeten Lokalmatador Thomas Royer (11.) und der stets zu den Favoriten zählende Belgier Piet Van Pollaert (9.) im geschlagenen Feld.

Michael Hamann trat mit seinem starken Abschneiden in die Fußstapfen von Hans-Jürgen von Holdt, der 2017 in der Schweiz ebenfalls Silber geholt hatte. Letzter deutscher Europameister war 2011 Marian Tux auf Mallorca, der ein Jahr später auch Weltmeister wurde.
Die Chance auf den WM-Titel besitzt am kommenden Sonntag auch Emma Stolle, die Deutschland bei der Weltmeisterschaft der Amateurfahrer/-innen auf Malta vertritt.