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Mellby Narrow setzt ein Ausrufezeichen

26. September 2026
1 Min. Lesezeit
© Travronden

Nach dem imposanten Auftritt von Fragolino Rosso am Freitagabend in Vincennes blickten am Samstag nicht nur die deutschen Fans gespannt nach Åby, um zu sehen, was die Skandinavier für das 400.000-Euro-Finale des Grand Prix de l'UET in Turin zu bieten haben. Eine Duftmarke, die man auch im Hagoort-Lager mit Respekt zur Kenntnis genommen haben dürfte, setzte im ersten Vorlauf Schwedens Derbysieger Mellby Narrow.

Härtester Prüfstein für den Maharajah-Sohn war ausgerechnet eine Trainingsgefährtin von Fragolino Rosso, die von Paul Hagoort für die dänische Panamera Racing vorbereitete Peggy Boko. Björn Goop, der die Fahrt der Robert-Bi-Tochter kurzfristig von Örjan Kihlström (Rückenprobleme) übernommen hatte, musste zunächst selbst mächtig Gas geben, um nach 500 Meter in 1:06,1 Ghirardelli (Per Nordström) aus dem Kommando zu verdrängen.

Mit einer Temporeduzierung auf knapp unter 1:10 lockte Goop den Kollegen Daniel Wäjersten aus der Reserve, der sich aus vierter Position nach vorne und nach einer Runde an die Spitze arbeitete, und gleichzeitig dafür sorgte, dass der dänische Derbysieger Lazy Dust (Johan Untersteiner) in zweiter Spur nun ohne Deckung dastand.

Mellby Narrow ließ die Pace auf der Schlussrunde nicht mehr abflauen, dennoch folgte ihm Peggy Boko lange wie ein Schatten. Erst auf der Zielgeraden musste die starke Stute den Favoriten ziehen lassen, der in 1:10,8/2140 Meter konsequent und offenbar mühelos durchstand. Peggy Boko wurde für ihr Laufen ebenso mit der Finalteilnahme belohnt wie Gangster Vendil, der, wie sich bald herausstellen sollte, der schnellere der beiden Vorlaufdritten war.

Ergebnis

Taktisch anders angelegt war der 4. UET-Vorlauf, doch erneut war es Björn Goop, der mit einem Pferd, das eigentlich Örjan Kihlström steuern sollte, eine Hauptrolle spielte. Mit dem Redén-Schützling Mellby Note ließ er den ausgangs gegenüber in Front gezogenen Favoriten Nightlife In nicht zur Ruhe kommen, sondern übte zum spürbaren Ärger von Carl Johan Jepson immer leichten Druck aus.

So lief die Partie beinahe zwangsläufig auf eine Speedentscheidung hinaus. Während die beiden Kontrahenten an der letzten Ecke schwere Beine bekamen, wurden aus dem Hintertreffen Milady Josselyn (Adrian Kolgjin) und Recycle Cash (Magnus Djuse) gebracht, die im Rush zur Stelle und vorbei waren. Hauchdünn behauptete sich die von Ready Cash und der Schweizer Weltenbummlerin Uza Josselyn stammende Stute, eins von 15 Pferden auf der Trainingsliste des mittlerweile mit einer B-Lizenz ausgestatteten Lutfi Kolgjini, in 1:11,1 gegen den Ready-Cash-Sohn Recycle Cash.

Nightlife In rettete zwar das dritte Geld, war aber eine Zehntelsekunde langsamer als Gangster Vendil im anderen Vorlauf und verpasste die Reise nach Turin.

Ergebnis

Grand Prix de l'UET - Finale am 11. Oktober in Turin - 400.000 Euro

Bisher qualifiziert:

Fragolino Rosso (DE)

Gangster Vendil (SE)

Maestro Vrie (FR)

Magnus du Choquel (FR)

Mellby Narrow (SE)

Milady Josselyn (SE)

Monzon Normand (FR)

Mostra de Banville (FR)

Peggy Boko (SE)

Recycle Cash (SE)

Die beiden letzten Startplätze werden am Sonntag in Mailand vergeben, wo nur ein Vorlauf zur Austragung gelangt.