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Lila Hattrick zum PMU-Auftakt in Wels

13. August 2026
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© BTV

(dk) Bei der ursprünglich nur als Hors d'oeuvre zu heimischen Rennen vorgesehenen ersten PMU-Veranstaltung in der Rosenau stand der Welser Trabrennverein heute plötzlich im Zentrum des französischen Wettgeschehens, nachdem die Veranstalter in der Hauptstadt des Hexagons aufgrund der tropischen Temperaturen hatten umdisponieren müssen, woraufhin man in der Folge in Oberösterreich bei der dortigen Premiere sogar gleich alle acht Rennen mit PMU-Toto anbieten konnte.

Wie immer ging das Wettangebot mit entsprechenden Rennpreisen einher, die ihren Anreiz nicht verfehlten und so auch zahlreiche bayerische Akteure ins Alpenvorland lockten, die dann auch kräftig absahnten.

Allen voran das Team Lila von Trainer Robert Gramüller, für das bzw. die Besitzerfamilie Lindinger Christoph Schwarz einen lupenreichen Hattrick herausfuhr.

Den Auftakt machte dabei Under a Spell, mit der sich Deutschlands Silberhelm im »Grand Prix de la Ville de Wels« (8.000 Euro - 2.100 Meter) von Beginn an auf nichts einließ und ungeachtet des äußeren Startplatzes direkt um die Spitze mitbot, um diese nach 600 Metern erstmals vor Publikum auch zu übernehmen.

Damit war der Drops schlussendlich bereits gelutscht, denn von Exakt Vendil (Gerhard Mayr) und Aconcagua, den Rudi Haller zwar noch gut durch den Verkehr brachte, der infolge von Startplatz 12 aber für mehr schlicht zu weit aus dem Rennen gelegen hatte, ließ sich die auf dem Helenenhof geborene Cash-Gamble-Tochter nicht mehr vom Thron stoßen.

Für den nächsten Treffer war Teatox zuständig, für dessen zahlreiche Anhänger es allerdings eine kleine Schrecksekunde zu überwinden galt, als der 16:10-Favorit seinem Steuermann zu Beginn eines erstmals vor den Zuschauern angezettelten Vorstoßes kurz aus dem Tritt geriet.

Das war aber schnell ausgebügelt, so dass der Orlando-Vici-Sohn alsbald beim führenden Matrix Venus (Andreas Fischer) erschien, den er mit Erreichen der Schlussrunde so weich geklopft hatte, dass dieser sich in eine Galoppade rettete. Für die nachsetzenden Lawrence Boko (Gregor Krenmayr) und Presto d'An (Jean Charles Piton) blieben indes auch nicht mehr als die besseren Plätze.

Die Serie perfekt machte der Mann aus Eching schließlich mit dem Jimmy-William-Sohn Vinland, mit dem er nach der Galoppade des im ersten Bogen auf dem Weg an die Spitze entscheidend patzenden Escudo di Masi (Rudi Haller) in Front einsam seine Kreise zog und mit dem erstmals in seiner Karriere gewinnenden Vierjährigen noch einmal Ehre für die Zucht von Arne Frahm einlegte, während Princess Fortuna FK (Robert Pletschacher) hier im Speed noch auf den Ehrenplatz vorlief.

In der Auftaktprüfung der TF, in der Gast-Kommentator Ernst Waldsperger besonders wenig erkannte, obwohl gerade die 2.500-Meter-Distanz dafür reichlich Zeit bot, fing Andreas Geineder mit dem familieneigenen In Love Burois den auf der Schlussrunde in der Außenspur die Drecksarbeit erledigenden Favoriten Good Fellow (Gerhard Mayr) noch sicher ab, wofür sich der österreichische Abonnement-Champion aber später durch Siege mit Power Winner und dessen zwei Jahre jüngeren Vollbruder Power Winnetou schadlos hielt.

Einen dritten Treffer für das Mayr-Quartier verwehrten hingegen die Stewards, als sie den Alpen-Champion mit seinem Start-Ziel das Feld anführenden Julius BR nach Gangartüberprüfung aus der Wertung nahmen, woraufhin der Sieg an MS Schlappi (Josef Maier) fiel.

Und ohne vollen Erfolg verließen schließlich auch die französischen Gastfahrer das Terrain nicht, nachdem Jean Charles Piton mit dem fast ein Jahr sieglosen Vitesse Kronos RZ, der sich allerdings zuletzt in Baden schon angekündigt hatte, für Trainer Karl Höbart triumphiert hatte.

Ergebnisse: https://www.welser-trabrennbahn.at/renntage/renntag/ergebnisse?id=5408#5515