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Irlands Eoin Murphy neuer Europameister

24. August 2026
1 Min. Lesezeit

Interessant, jedoch ohne große Spannung und in Teilen gewöhnungsbedürftig verlief die Premiere eines europäischen Fahrerwettbewerbs in Irland, einem der jüngsten UET-Mitglieder, wo am Sonntagnachmittag das Championnat Européen des Apprentis 2026 ausgetragen wurde.

Für die Jubiläumsausgabe der EM der Nachwuchsfahrer hatte man 40 Jahre nach dem ersten Titelgewinn der Westfälin Anke Fiegenbaum in Groningen das Dundalk Stadium ausgewählt, ein 2000 Meter langes Oval in der Grafschaft Louth an der Ostküste, wo sonst Galopper auf einer Polytrack-Bahn laufen, einer Allwetterpiste mit synthetischem Bodenbelag aus Gummigranulat, Sand, Wachs und Fasern.

Für die Traber, die festeren Untergrund gewohnt sind, sicher schonend, aber auch kraftraubend. So waren die Rennen kaum schneller als 1:20. Nicht wenige Teilnehmer haben sich - spätestens auf der 500-Meter-Endgeraden - regelrecht müde gelaufen. Leider auch jene des deutschen Vertreters Kalle Krohmer, der bei seinen vier Einsätzen einen vierten Platz im letzten Lauf als beste Platzierung verbuchen musste und im Gesamtklassement chancenlos auf Rang neun endete.

Weitaus mehr Glück bei der Verteilung der Pferde hatte Lokalmatador Eoin Murphy, der bei seinen vier Einsätzen drei Mal den Sieger zur Hand hatte, ein Mal Dritter wurde, und schon von dem 5. Lauf, an dem er nicht mehr teilnahm, als überlegener Gesamtsieger feststand. Allerdings legte der 22-Jährige auch taktisch fehlerfreie Fahrten hin und bewies, dass seine 60 vorangegangenen Siege, darunter einer in einem Vergleich mit französischen Nachwuchsfahrern in Argentan, kein Zufall waren.

Die Silbermedaille hinter Irlands erstem Europameister errang der Spanier Adrià Riere Vaquer, der den 3. Lauf gewann, Bronze ging an Daniel Debono (Malta).

Eine TV-Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung mit erstklassigen Drohnenbildern gibt es hier.

Championnat Européen des Apprentis 2026

ENDSTAND nach 5. Wertungsläufen

1. Eoin Murphy - Irland - 58 Punkte

2. Adrià Riere Vaquer - Spanien - 43 Punkte

3. Daniel Debono - Malta - 28 Punkte

4. Lynus Lannoo - Belgien - 27 Punkte

5. Väinö-Kalle Korhonen - Finnland - 24 Punkte

6. Sebastian Rishovd - Norwegen - 23 Punkte

7. Malte Handfast - Schweden - 22 Punkte

8. Tamás Dukai - Ungarn - 21 Punkte

9. Kalle Krohmer - Deutschland - 19 Punkte

10. Léo Guenet - Frankreich - 17 Punkte

11. Danique Homma - Niederlande - 14 Punkte

11. Oliver O’Mara - Großbritannien - 14 Punkte