(dk) In ihrer Heimat hat es für Pebbles Stone (Titelbild Archiv), die immerhin den Ehrenplatz im letztjährigen »Merrie Derby P« belegt hatte, bisher nicht zu einem vollen Erfolg gereicht, dafür lief es für sie in Deutschland umso besser, wo die Fuchsstute aus dem Hauber-Quartier bislang ein halbes Dutzend Siege eingeheimst hatte, denen sie am Dienstagabend auf dem Hippodrome de Wallonie den ersten in Belgien folgen ließ.
Blendend aus der zweiten Reihe abgekommen, entwickelte sich für die Sterck-Vertreterin danach eigentlich nichts mehr nach Geschmack. Als erstes verlor Marciano Hauber mit ihr erstmals vor der Tribüne in zweiter Spur sein Führpferd, so dass er schon ein bisschen investieren musste, um der Favoritin Roddy Mom (Hanna Huygens) nach einer Runde das Kommando abzunehmen.
Und so wollte er nicht gleich wieder gegenhalten, als mit Nabanos DHM (Bjorn van Ghelewe) direkt der Nächste kam. Der ließ zur Hälfte der Distanz die rasch wieder nachsetzende Favoritin passieren und diese vor Erreichen der Schlussrunde dann den drückenden Pleasure Boy (Jo Corbanie), so dass sich Pebbles Stone 1.100 Meter vor dem Ziel plötzlich in fünfter Position wiederfand, von wo aus sie eine Runde zuvor ihren Vormarsch gestartet hatte.
Die bei 42:10 als zweitstärkste Kraft des Wettmarktes ausgewiesene Django-Riff-Tochter machte sich in der Folge notgedrungen erneut durch die Todesspur auf und hatte - als sie Mitte des Schlussbogens fürs Auge schon besser zu gehen schien als der am Limit agierende Pilot, - längst noch nicht alle lauernden Klippen umschifft. Denn dann galt es noch, die Fahrweise Jo Corbanies zu antizipieren, der mit seinem Schützling an der Spitze aus dem Schlussbogen heraus einfach weiter geradeaus fuhr und seine Gegnerin bis in die sechste Spur herausdrückte.
Das alles konnte die immer fester werdende Pebbles Stone, die solche Moves im vergangenen Jahr noch nicht mitgemacht hätte, aber nicht daran hindern, in 1:16,1/2.850 m die Oberhand zu behalten, wofür der Trainer-Sohn schlussendlich nicht einmal die Peitsche nach vorne nehmen musste.
Ganz in seinem Element war später auf der Sprintstrecke Nordin, mit dem der Mann aus Deurze ausgangs des ersten Bogens das Kommando übernahm und sich die Butter im Anschluss nicht mehr vom Brot nehmen ließ, zumal der ursprünglich zweiteingekommene Placeyourbet SB (Nick Vervloet) von den Stewards nachträglich wegen ungenügender Gangart auf der Zielgeraden aus der Wertung genommen wurde, so dass der Sieg des Regio-Sohnes, der sich zu dieser Gelegenheit um über 1,5 Sekunden auf 1:12,0/1.750 m steigerte, gar überlegen ausfiel.
Um einen dritten Treffer war Marciano Hauber mit Orkan Bo zum Auftakt seiner vier Engagements in der Wallonie am kürzlich in Mariendorf noch Bahnrekord gelaufenen El Baio gescheitert, mit dem Jaap van Rijn dem Bornmann-Zögling nach einer halben Runde die Führung abgenommen hatte, um danach die in der finalen Kurve sicher zu früh angezettelte Schlussattacke von Myrthe des Bois, mit der Hanna Huygens um die letzte Ecke schon klare Vorteile herausgearbeitet hatte, in der Distanz in 1:13,0/2.300 m eiskalt zu kontern.
Orkan Bo musste aus dem Rücken des Piloten im Einlauf zwar erst noch um die zehnjährige Belgierin herum, bekam diese aber dennoch für den Ehrenplatz mit dem allerletzten Schritt noch zu fassen.
Seine Chancen mit Proud of Marlene musste Hauber hingegen bereits vor der Startmarke begraben, als die Who's-Who-Tochter an Startplatz 1 gar keinen Gefallen fand und mit einer schweren Galoppade weit vor dem Ab ausfiel. Deutlich besser lief es hier für Jaap van Rijn mit seiner zweiten Fahrt Pippe Schermer, nachdem sich die erstmals unter Engwerda-Regie antretende Schwedin noch beim Anfahren derart unwirsch gezeigt hatte, dass man befürchten musste, sie wolle ihren Fahrer aus dem Wagen holen.
Einmal in Gang war sie am Ende aber die einzige, die der 1:16,4 / 2.300 m vorlegenden 15:10-Favoritin Giada Grif (Jules van den Putte) auf den Fersen bleiben konnte, wenngleich der Versuch eines Angriffs auf die Vierjährige im Einlauf wirkungslos verpuffte.