Keine ganz einfache Aufgabe für die beiden Nimczyk-Schützlinge Aladin und Trogir war vor dem Zug der Prix de Mehun-sur-Yèvre, ein mit 60.000 Euro dotiertes Course B für fünf- und sechsjährige Hengste und Wallache bis 148.000 Euro Gewinnsumme, das am Donnerstagmittag in Vincennes als Quinte+ diente.
Die weitaus größere Chance billigten die französischen Wetter dem Matthieu Abrivard anvertrauten Aladin zu und erkoren ihn mit einem Kurs von 91:10 sogar zur dritten Kraft am Toto, zumal der letztjährige Derby-Zweite im Gegensatz zu Trogir aus erster Reihe starten durfte. Dies tat der Darboven-Schützling dann auch mit viel Verve, mischte in der 5er Eröffnung sofort um die Spitze mit, geriet aber eingangs der Senke ins Schlingern und sprang bis zur Disqualifikation.
Währenddessen fand Michael Nimczyk mit Trogir als Vierter der Innenkolonne eine versprechende Position, in der der Goldhelm bei anhaltender 10er-Pace bis in den Schlussbogen sein Pulker trocken halten konnte. Als sich dann für den 355:10-Außenseiter auch noch eine Passage zum Angriff öffnete, hing der Himmel für einen Moment voller Geigen. Der TippelTom-Wallach fasste auf freier Bahn tatsächlich gut an, kam als Fünfter unter Rekordverbesserung von 1:11,6 auf 1:11,3/2100 Meter für Rang drei oder vier jedoch wenige Schritte zu spät.

Gewonnen wurde das Rennen in 1:10,9 vom früh führenden Schweden Fawaz Mil (v. Gu d‘Héripré), der mit Mathieu Mottier nicht zum ersten Mal seine besondere Vorliebe und Eignung für die schwarze Piste von Vincennes bewies und den seit langem erstmals wieder mit Eric Raffin liierten Dubois-Schützling Lovebird mühelos auf den Ehrenplatz verwies.
