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Finale schon klar gemacht

30. August 2026
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© Noordtrot

(dk) Die Tour Européen du Trotteur Français, deren Qualifikationen derzeit mit 25.000 Euro ausgestattet sind und mit deren Läufen die PMU seit Jahren im Frühherbst in den Ländern auf Promotion-Tour geht, die über das Jahr das Wettangebot der Franzosen fernab ihrer "Prime Time" füllen, machte am Samstag nach dem 2026er Opening am 11. August im belgischen Mons im Victoria Park Wolvega in den Niederlanden Station, bevor nach weiteren Etappen am 12. September im Schweizer Avenches sowie am 26. September auf dem mallorquiner Hippodrom von Son Pardo und am 10. Oktober im GelsenTrabPark das Finale am 24. Oktober wiederum auf dem Hippodrome de Wallonie ausgetragen wird.

Die Ausschreibungen des Zirkels sind in der Regel so ausgestaltet, dass sie den alten Recken des französischen Establishments, die in ihrer Heimat nur noch begrenzt konkurrenzfähig sind, ein üppiges Betätigungsfeld bieten. Für den heute in Friesland erfolgreichen Hamonet de Choisel, der schon die Auftaktprüfung in der Wallonie gewonnen hatte, gilt das aber nur sehr, sehr eingeschränkt.

Denn der neunjährige 1:10-Traber, der noch vor Jahresfrist in Paris-Vincennes als Sieger in 1:11,2/2.100 m mehr als 30.000 Euro eingestrichen hatte und auch in diesem Jahr mit Ehrenplätzen auf den beiden Pariser Großbahnen sowie einem Sieg in der Provinz rd. 60.000 Euro eingeheimst hatte, gehört gewiss nicht zu den - selbst aus französischer Sicht - besonders schützenswerten Veteranen.

Dass er solchermaßen auch die zweite Runde der diesjährigen Tournee im weitgehend verregneten Friesland auf sein Konto brachte, auch wenn sein Trainer Sylvain Gérard Dupont in Ermangelung des in der jüngeren Vergangenheit vorrangig und am Samstag in Paris-Vincennes verpflichteten Anthony Barrier auf Christopher Corbineau zurückgreifen musste, der exakt bei seinem 100. Saisonstart den 14. Erfolg errang und auch schon im Juli in der Normandie hinter dem heute zum Seriensieger avancierenden Vittel-de-Brevol-Sohn gesessen hatte, war nicht sonderlich überraschend.

Als sich der bei 30:10 favorisierte Wallach den beizeiten aus der zweiten Reihe an die Spitze gezogenen Kevin Prince (Michel Rothengatter) in der letzten Gegenseite gründlich zur Brust nahm, waren die Fronten umgehend geklärt. Hamonet de Choisel gewann auch die zweite Etappe - in 1:13,8 / 2.600 m - am Ende überlegen und gab der von Robin Bakker umsichtig um den Kurs gebrachten zweiten Grift-Farbe Floréal sowie Jakarta des Prés (Maxime Bézier) klar das Nachsehen, während der forsch gestartete Great of Madrik (Michael Nimczyk) - zuletzt überlegener Sieger der Langstrecken-Prüfung zum Abschluss des Mariendorfer Derby-Meetings - in dieser Gesellschaft Grenzen erkennen musste und am Ende unterging.

Der im Schlussbogen verheißungsvoll vorgerückte Co-Favorit Jotunn du Dome (Philippe Daugeard) indes versprang zu Beginn des Einlaufs den sicheren Ehrenplatz. Für das Finale in Mons ist der mehr als 400.000 Euro schwere Dupont-Wallach daher heute schon qualifiziert - was auch immer in der Schweiz sowie auf den Balearen noch kommen mag.

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Deutschlands Aushängeschild Michael Nimczyk hatte zuvor schon für Furore gesorgt, als er - ebenfalls für Übungsleiter Henk Grift - mit Patrick Davidsons 17:10-Favoriten Idéal du Brieu (Foto oben) zum Auftakt eine TF-Prüfung nach früh übernommener Führung souverän an seine Fahnen geheftet hatte, bevor er Karin Walter-Mommerts Italiener Izoard As (Foto unten) auch beim fünften Lebensstart die weiße Weste bewahrt hatte.

Der seit seiner Übersiedlung in das Willicher Quartier erstmals direkt hinter dem Auto abgegangenen Maharajah-Sohn zeigte unter diesen Umständen durchaus Startschnelligkeit, gewährte Oakley Wood (Robin Bakker) im ersten Bogen aber dennoch kurz das Kommando, um nach 500 Metern wieder selbst das Zepter zu übernehmen und fortan in 1:14,6 / 2.100 m - knapp neue Bestzeit - wieder ein eisernes Regiment zu führen.

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Nicht minder souverän fiel der Erfolg des nunmehr auch nach drei Start ungeschlagenen Cavaillon (Foto unten) aus, mit dem Dion Tesselaar für die Rechnung der deutschen Ecurie C'est bien von Dr. Christian Ziegener und Züchterin Kathrin Kirchmaier-Schultz an der Spitze in 1:15,6 / 2.100 m nicht ansatzweise in Gefahr geriet.

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Die Early Birds von Dion Tesselaar waren in einem TCT Tweejarigen Satellietkoers (5.000 Euro - 1.609 m) einmal mehr das Maß aller Dinge, als die Trixton-Tochter Shikara Boko mit Kevin van der Linden die noch weit offensiver gesteuerte erste Stallfarbe Sisi Hazelaar mit deren Trainer in 1:14,8 noch leicht zu fassen bekam.

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Alle Fotos: Victoria Park Wolvega - Noordtrot