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Finale am seidenen Faden

20. September 2026
1 Min. Lesezeit

Buchstäblich am seidenen Faden hing die Finalqualifikation für die Oaks del Trotto, das italienische Stutenderby, am Samstagnachmittag für Stall Wieserhofs I Am Jet. Die Nuncio-Tochter hatte in der Batteria B nach starker Schlussleistung in 1:14,1/1600 Meter Rang drei nur knapp verpasst, als Vierte aber dennoch den direkten Einzug ins 253.000-Euro-Finale am 11. Oktober in Turin geschafft.

Unmittelbar nach dem Vorlauf begann jedoch eine lange Zeit des Bangens, denn I Am Jet war kurz nach dem Start - offenbar irritiert durch eine außen an ihr vorbeischießende Konkurrentin - nach innen gebrochen und hatte dabei Ikarin Blue Grif mit Mario Minopoli jr. regelrecht über den Haufen gerannt.

Die Stewards sahen sich die Situation ganz genau an, erkannten am Ende aber zugunsten von I Am Jet auf "tierisches Verhalten" und ließen die 223:10-Außenseiterin in der Wertung - und damit im Finale. Nicht ungeschoren kam indes Roberto Vecchione davon, dessen fünftägiges Fahrverbot allerdings durch eine Ersatzbuße von 300 Euro abgelöst werden kann.

Erleichtert und stolz zugleich präsentierten I Am Jets Pflegerin Pinja Mäkinen und Simon Gramüller nach dem Rennen das überdimensionale Ticket für das Finale.

Gewonnen hatte diesen Vorlauf die Face-Time-Bourbon-Tochter Impressive Gio (Antonio di Nardo), der deshalb magere 1:13,6/1600 Meter genügten, da Alessandro Gocciadoro mit der Trainingsgefährtin Intesa Ek an der Spitze früh und kräftig auf der Bremse stand.

Ähnlich überlegen, mit 1:12,3 aber deutlich schneller war in der Batteria A die von Paul Hagoort für die Scuderia Bivans vorbereitete Walner-Tochter Ifigenia of Brown, die nach dieser Vorstellung mit Robin Bakker als Favoritin in den Endlauf gehen dürfte.

Die Batteria C ging erwartungsgemäß an die klar favorisierte El-Ideal-Tochter Ingrid AM, die Antonio di Nardo für das Gocciadoro-Quartier in 1:13,0 zum ungefährdeten Erfolg steuerte.

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Mit einer 1447:10-Sensation begannen die über 2100 Meter führenden Vorläufe der Hengste. Der unterwegs im Hintertreffen eingekeilte Face-Time-Bourbon-Sohn Iceberg Lp (Roberto Vecchione) gelangte erst an der letzten Ecke in die Freiheit, entwickelte in der Bahnmitte einen atemberaubenden Speedwirbel und kratzte Iambellesi Tq (Marco Stefani) und den lange führenden Jahrgangsprimus In The Night Gar (Alessandro Gocciadoro) in 1:14,6 noch fast sicher von der Linie.

Erwartungsgemäß und jeweils in 1:13,6 gewannen danach der Bar-Hopping-Sohn Inimitable (Vincenzo Luongo) sowie der heuer schon zweifache Gruppe-I-Sieger Il Trio Jet (v. Wishing Stone), den Santo Mollo wie immer für Trainer Alessandro Gocciadoro lenkte.

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