Fast 500 Jährlinge kommen bei der dreitägigen Select Yearling Sale von Arqana Trot in Deauville unter den Hammer, das Drittel aus dem Hochpreis-Segment traditionell am Eröffnungstag.
Besonders gespannt war auf den ersten französischen Jahrgang von Tactical Landing, der mit sieben Jährlingen vertreten war. Zunächst herrschte Ernüchterung, nachdem fünf die Wunschpreise nicht erzielten und zurückgingen. Doch dann betrat mit Katalog-Nr. 52 der Hengst Opera Royal die Bühne, ein im dänischen Gestütsbuch eingetragener Tactical-Landing-Sohn aus der Love-You-Stute Reethi Rah Jet und damit Halbbruder des fünffachen Millionärs und zweifachen Amérique-Siegers Bold Eagle.
Sofort schossen die Gebote in schwindelerregende Höhen. Den Zuschlag erhielt am Ende Sabine Kagebrant, die wie immer für das Courant-Imperium des Schweden Anders Ström auftrat und 500.000 Euro hinblättern musste. „Er war noch teurer als erwartet, sah aber phantastisch aus. Wir wollten ihn unbedingt. Der Plan ist, ihn in den USA auszubilden und zu starten," sagte Kagebrant unmittelbar nach dem kostspieligen Deal.

Stark nachgefragt waren natürlich auch die Nachkommen aus dem zweiten Jahrgang von Idao de Tillard, der noch am Nachmittag mit dem 1:09,9-Triumph in La Capelle Werbung in eigener Sache betrieben hatte. Sein Sohn Papa Bravo, Erstling der Gruppe-1-Siegerin Juliet Papa Bravo (v. Ready Cash), ging für 280.000 Euro an Séverine Raimond.
Auch der teuerste Rückkauf des Abends war ein Idao-de-Tillard-Jährling. Die Bélina-Josselyn-Tochter Paolina Josselyn wurde bei einem Höchstgebot von 290.000 Euro nicht abgegeben.
Dass das Königreich Saudi-Arabien in die Traberzucht investieren will und den Bau einer hochmodernen Rennbahn plant, hatte Ahmed Osilan, Präsident des Saheel-Pferdeprojekts, bereits beim letzten Amérique-Meeting angekündigt. Das waren offenbar keine Worthülsen. Die italienische Agentur Gaetano Pezone ersteigerte am Mittwoch in Deauville im Auftrag von Ahmed Osilan zwölf Jährlinge im Gesamtwert von knapp 1,2 Mio. Euro, darunter den Idao-de-Tillard-Sohn President Day für 225.000 Euro.
Neben holländischen und schwedischen Käufern sichtete man in Deauville auch Thorsten Tietz, der für den Booster-Winner-Fuchs Predator Citrus (Foto unten) aus der Mutterlinie von Ganymede bei 45.000 Euro den Zuschlag erhielt.

Insgesamt wechselten am ersten Auktionstag 102 der 147 angebotenen Jährlinge (69,39 %) den Besitzer. Die Gesamtbörse von 7.202.000 Euro ergab einen Durchschnittspreis von 70.608 Euro. Der Medianpreis (Preis des Jährlings, der in den Charts exakt in der Mitte rangiert) lag bei 45.000 Euro.