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Die Champions kommen nach Quakenbrück

1. September 2026
1 Min. Lesezeit
© Artländer Rennverein Facebook

(Artländer Rennverein/hhü) Ein außergewöhnliches Rennprogramm erwartet die Besucher am Sonntag in der Artländer Arena. Der Rennverein Quakenbrück hat für seinen Renntag sechs Trabrenn-Prüfungen zusammengestellt, die nicht nur sportlich hochkarätig besetzt sind, sondern auch mit einigen der bekanntesten Namen des deutschen und niederländischen Trabrennsports aufwarten. Im Artland werden unter anderem C-Bahn-Champion Jochen Holzschuh, die deutsche Trabreit-Championesse Ronja Walter, der niederländische Youngster und Shootingstar Marciano Hauber sowie der deutsche Abonnement-Champion Michael Nimczyk erwartet.

Nimczyk, der die deutsche Trabszene seit Jahren dominiert, könnte mit seinem Team bereits im September die beeindruckende Marke von einer Million Euro an Renngewinnen in diesem Jahr überschreiten. Damit verspricht der Renntag in Quakenbrück ein Stelldichein der Champions – im Sulky ebenso wie im Sattel.

Auch wetttechnisch hat der Renverein einiges zu bieten. Die vollen und ausgeglichenen Felder versprechen spannende Rennverläufe und attraktive Quoten in den Grundwettarten Sieg, Platz sowie Zweier- und Dreierwette. Darüber hinaus bietet Quakenbrück als einzige ländliche Bahn die bei Wettprofis besonders beliebte V4-Wette an. Für die Sieger der letzten vier Trabrennen wird eine Garantieauszahlung von 3.500 Euro ausgelobt. Gelingt es einem Wetter als Einzigem, alle vier Sieger richtig vorherzusagen, sind ihm mindestens 3.500 Euro sicher – bei entsprechendem Umsatz kann die Auszahlung sogar noch höher ausfallen.

Spitzenklasse im Hauptrennen

Bei den Pferden richtet sich das besondere Augenmerk auf das Hauptrennen. Mit Un Mec Paasloo, Purple Rain, Ito, Certainly und Norbert Charisma treten gleich mehrere hochkarätige und bestens bekannte Vertreter an.

Un Mec Paasloo, der von Marciano Hauber gesteuert wird, gewann zuletzt im belgischen Oostende eine hochdotierte Grasbahnprüfung gegen starke Konkurrenz aus ganz Europa. Der erfahrene Kämpfer ist seit Jahren eine feste Größe in der besten Klasse und dürfte auch in Quakenbrück eine tragende Rolle spielen.

Michael Nimczyk setzt auf Purple Rain, die Allzweckwaffe seines Stalles. Der mittlerweile zehnjährige Wallach hat in seiner Karriere bereits 24 Rennen gewonnen und ist als bekennender Linkskursfan auf der Quakenbrücker Bahn bestens vorstellbar.

Jochen Holzschuh bringt mit Ito sein bestes älteres Pferd an den Start. Der Hengst war bereits in den vergangenen beiden Jahren in Quakenbrück am Ablauf, konnte damals von der Spitze aus im Schlussbogen beziehungsweise auf der Zielgeraden allerdings nicht mehr entscheidend zulegen. Das Team aus dem münsterländischen Dülmen möchte es in diesem Jahr besser machen.

Trainer Henk Grift, der mit seinen Pferden in ganz Europa unterwegs ist, schickt den Schweden Certainly nach Quakenbrück. Der von Kevin Onderwater gefahrene Hengst war bei seinem letzten Start in Cagnes-sur-Mer sogar in einem mit 180.000 Euro dotierten Rennen auf Gruppe-I-Ebene unterwegs. Gegen diese Bomber möchte der immer stärker werdende Norbert Charisma antreten. Der von Danny den Dubbelden gesteuerte Youngster ist das jüngste Pferd im Feld und könnte den etablierten Größen gehörig auf den Zahn fühlen.

Trabreit-Premiere mit zehn Teilnehmerinnen

Der Renntag beginnt traditionell mit den beliebten Mini-Trabern. Kinder bis 16 Jahre eröffnen um 12.30 Uhr den Renntag und sorgen damit für einen sympathischen Auftakt. Das erste Rennen für die Wettfreunde wird anschließend um 13.00 Uhr gestartet – und bietet gleich eine Premiere: Zum ersten Mal wird in Quakenbrück ein Trabreiten ausgetragen. Damit präsentiert der Rennverein wirklich sämtliche Facetten des Pferderennsports in der Artländer Arena.

Für die Premiere haben sich nicht weniger als zehn Teilnehmerinnen angekündigt. Die besten Karten sollte die deutsche Trabreit-Championesse Ronja Walter mit ihrem aktuellen Paradepferd DeAngelo ForChildren haben. Der Seriensieger trifft unter anderem auf den nahezu doppelt so gewinnreichen Franzosen King of Swing, der von Hannah Schmitz geritten wird. Der Rappe verfügt läuferisch über deutliches Potenzial und hat in seiner Heimat unter dem Sattel bereits starke Leistungen gezeigt. Allerdings ist er bei Weitem nicht so sicher und zuverlässig wie DeAngelo ForChildren.

Der Favorit läuft zudem für einen guten Zweck: Sämtliche Gewinne des treuen Seriensiegers kommen der Kinderkrebshilfe Düsseldorf zugute. Bislang sind auf diese Weise bereits fast 20.000 Euro zusammengekommen.

Vriend und Paljas Vryenesse im zweiten Rennen

Auch die übrigen Trabrennen sind durchweg hervorragend besetzt und versprechen enge Entscheidungen. Im zweiten Rennen sollte Vriend nach der reinen Form das beste Pferd im Feld sein. Der von Kevin Onderwater gesteuerte Wallach tritt allerdings ebenso wie Fiobinho, der von Marciano Hauber gefahren wird, erstmals auf Gras an. Zudem verfügen beide jungen niederländischen Fahrer noch nicht über besonders viel Erfahrung auf der Grasbahn.

Ganz anders sieht es bei C-Bahn-Champion Jochen Holzschuh aus. Der 51-Jährige kennt die Besonderheiten des Untergrunds bestens und bietet mit Paljas Vryenesse einen frischen Sieger auf. Ähnlich stark einzuschätzen ist sein Stallgefährte Zapado S, der von Julia Holzschuh pilotiert wird. Die dritte Vertreterin der Familie Holzschuh ist Nicole. Sie wurde für den Vorjahressieger Fabia Gallent verpflichtet.

Der Schimmel ist ein echter Hüne und sollte ebenso wie Nitro Greenwood mit Didier Kokkes gute Platzgeldchancen besitzen. In diesem ausgeglichenen Feld könnte letztlich die größere Grasbahnroutine den Ausschlag geben.

Artful Honey zum V4-Auftakt

Das vierte Rennen bildet zugleich den Auftakt zur V4-Wette. Marciano Hauber besitzt hier mit Artful Honey möglicherweise seine beste Siegchance des Tages. Die kräftige Stute konnte zuletzt in Mariendorf ein Standardrennen gewinnen und sollte mit dieser Empfehlung als Favoritin antreten.

Aufmerksam beobachtet werden müssen vor allem Shanty mit Jochen Holzschuh und Bismillah Face mit Rodegang Elkendorf. Beide können der Favoritin läuferisch am ehesten gefährlich werden. Die Stutenderby-Dritte des vergangenen Jahres, Lady Nele, gibt derzeit hingegen etwas Rätsel auf. Wer nach Alternativen sucht, sollte deshalb den treuen Lelle A.T.M. mit Emma Stolle und die speedige Joan Collins mit Christa Louwersheimer nicht aus dem Blick verlieren.

Cracker Jack und Kijev im sechsten Rennen

Ein mögliches Stellpferd für die V4-Wette könnte im sechsten Rennen Cracker Jack sein. Der von Jochen Holzschuh gesteuerte Sechsjährige hat sich erst mit einiger Verzögerung zum Trabrennsport bekannt, eilt inzwischen aber von Sieg zu Sieg. In Quakenbrück trifft er mit Kijev auf eine bärenstarke Gegnerin.

Die Dänin hätte bei ihrem letzten Auftritt in Hamburg-Horn bei freier Fahrt bereits gewonnen. Für das Pech entschädigte sie sich unmittelbar danach mit einem Sieg in Kopenhagen. Cracker Jack und Kijev scheinen etwas über dem übrigen Feld zu stehen.

In der starken Hand von Marciano Hauber verdient auch Fabia Gallent Beachtung, ebenso wie Nitro Greenwood mit Didier Kokkes. Champion Michael Nimczyk wird mit der Stover Doppelsiegerin Desert Rain natürlich ebenfalls viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Berliner Stute muss aus der zweiten Reihe antreten und kann deshalb ihren starken Antritt nicht wie gewohnt ausspielen. Sie wird das Rennen aus dem Feld heraus gestalten müssen.

Für die Dreierwette gehört außerdem Norman Charisma auf den Wettschein. Der von Danny den Dubbelden gesteuerte Wallach konnte im vergangenen Jahr in Quakenbrück die Siegerparade anführen und kennt die Bahn somit bestens.

Offener Abschluss der Trabrennen

Bevor das große Seejagdrennen der Galopper den Renntag beschließt, gehen die Traber im elften Rennen ein letztes Mal auf die 2.200 Meter lange Reise. Bereits in der Startphase dürfte es hoch hergehen, denn Desert Rain und Obelix Newport sind beide ausgesprochen schnelle Beginner. Michael Nimczyk und Jens Bergmann könnten sich deshalb um die Führung streiten.

Auch Omia Boszorg mit Emma Stolle ist stets flott auf den Beinen und wird vermutlich sofort im Vordertreffen mitmischen. In dieser sehr offenen Partie sollte Silando mit Julia Holzschuh das stärkere der beiden Stallpferde sein.

Jochen Holzschuh wird My Josephine beim voraussichtlich letzten Start ihrer Karriere selbst steuern. Die große Stute könnte auf der selektiven Quakenbrücker Bahn an ihre Grenzen stoßen. Norman Charisma erhält hier eine zweite Chance, sein Konto weiter aufzustocken, und sollte ebenso wie Napoleon mit Thies Cordes und Joan Collins mit Christa Louwersheimer in den Kombinationen berücksichtigt werden.

Ein Renntag für die ganze Familie

Der Quakenbrücker Renntag verbindet sportliche Klasse mit einem abwechslungsreichen Programm. Kinder eröffnen den Tag mit den Mini-Trabern, die Trabreit-Premiere sorgt für eine besondere Premiere im Wettprogramm, und in den Trabrennen geben sich zahlreiche Champions und internationale Spitzenpferde die Ehre. Mit vollen Feldern, der V4-Garantieauszahlung von 3.500 Euro und dem abschließenden Seejagdrennen der Galopper ist in der Artländer Arena für Spannung bis zum letzten Start gesorgt.

Die Champions kommen nach Quakenbrück – und die Vorzeichen für einen außergewöhnlichen Renntag könnten kaum besser sein.