Alles schien nach Plan zu laufen für Y Not Diamant auf dem Weg zur dritten Gulddivision in diesem Jahr nach den Juli-Erfolgen in Lindesberg und Bollnäs, beide Male in 1:09,9. Von der "2" hatte der 22:10-Favorit mit Robin Bakker ohne allzu große Mühe das Kommando übernommen und zog noch im Schlussbogen vor dem Feld einsam seine Kreise.
Die Überraschung bzw. das Aus kam etwa 150 Meter vor dem Ziel, als der Odessa-Santana-Sohn entgegen sonstiger Gewohnheiten nicht mehr durchzog und dem vehementen Angriff des in der Todesspur über sich hinauswachsenden Boscha Diablo (Peter Untersteiner) nichts entgegenzusetzen hatte. Doch auch der 110:10-Außenseiter sollte nicht ganz hinkommen. Der in seinem Rücken unterwegs perfekt positionierte Luke the Spook wurde von Adrian Kolgjini punktgenau eingesetzt und steckte unmittelbar vor der Linie den Kopf in Front.

Dem US-Import des Stalles Courant gelang 15 Monate nach seinem Sieg in Halmstad, dem zahlreiche Platzierungen auf hoher Ebene folgten, endlich wieder ein Volltreffer, bei dem er wie der hauchdünn unterlegene Boscha Diablo 1:10,0/1640 Meter trabte.
Y Not Diamant fiel im Finish noch klar zurück, rettete das dritte Geld in 1:10,4 aber so eben gegen Great Time Trot (Björn Goop) und Stens Rubin (Johan Untersteiner).
Deutsche Siege gab es dennoch in Jägersro am Vortag des Svenskt Travderby, und zwar gleich serienweise. Gestüt Lasbeks Wishful gewann mit Mika Forss einen weiteren Lauf der Svensk Travsports Unghästserie für Dreijährige, indem sie einen langgezogenen Schlussangriff in dritter Spur prächtig durchstand und in 1:15,0/2140 Meter sicher hinkam. Karin Walter-Mommerts lange führender Never Ending Pace (Johan Untersteiner) fiel am Ende auf Rang drei in 1:15,2 zurück.
Im Anschluss sicherte sich Max Säker Lysell mit dem KWM-Schützling Emon Face ein Nachwuchsfahren Start-Ziel in 1:12,9/2140 Meter. Weitaus überraschender kam gleich danach der Treffer des Stallgefährten Heathcliff, einem Halbbruder von Navajo MH, der nach glänzender Fahrership von Kevin Andersson trotz Zulage in 1:13,7/2160 Meter zum Kurs von 148:10 leicht siegte.
Sieg Nr. 3 für die deutsche Besitzerchampionesse, die am Freitag bei der schwedischen Derby-Auktion für fünf Jährlinge rund 200.000 Euro anlegte, setzte es in der mit rund 30.000 Euro dotierten STL Diamantstoet. Conrad Lugauer spielte am Start den Antritt der aus einer dreimonatigen Pause zurückgekehrten Riverdale Z. konsequent aus, kontrollierte fortan Gegner und Tempo nach Belieben und gewann als Nr. 3 am Wettmarkt in 1:12,2/1640 Meter eher leicht als sicher, wogegen Holger Ehlerts Goldie Home (Mika Forss), zuletzt noch Vierte im Super Trot Cup, in der zügigen Partie nie von hinten weg kam.
