Die Redaktion von Mein-Trabrennsport hat nach dem 131. Deutschen Traber-Derby einige interessante Zahlen, Daten und Fakten gesammelt.
Dass Fragolino Rosso mit 1:10,6/1900 Meter einen neuen Rennrekord aufgestellt hat, ist bekannt. Er verbesserte die gemeinsam von Schampus (2023) und Nortolanda (2024) gehaltene Marke (1:11,4) um satte acht Zehntelsekunden. Deren Vorgänger war Days of Thunder (2022) mit 1:12,0. Unangetastet blieb indes der deutsche Vierjährigen-Rekord auf Mitteldistanzen. Den behält Gericault, der im November 2023 in Vincennes 1:10,1/2100 Meter trabte.

Der erste deutsche Derbysieger Bambus trabte 1895 auf der 3200-Meter-Distanz einen Kilometerschnitt von 1:46,1. Bevor das Blaue Band 1979 - mehr als 80 Jahre später - erstmals als Vorlaufrennen über 2000 Meter ausgetragen wurde, war Patrizier mit Helmut Obermeier 1975 mit 1:23,1 der schnellste Sieger auf Marathonstrecke.
Der erste Derbysieger unter 1:20 war 1980 Zirrus mit Heli Biendl (1:19,8/2000 Meter). Danach nahm die Rekordentwicklung richtig Fahrt auf. Nur fünf Jahre später schlug der legendäre Diamond Way mit Heinz Wewering in 1:16,0. Ein Jahr danach wurde die Derbydistanz um 100 Meter auf die bis heute gelaufenen 1900 Meter verkürzt. Prompt gab es durch Every Way mit Wim Paal einen neuen Rennrekord (1:15,9).
Der erste Derbysieger unter 1:15 war 1990 Chergon (1:14,9). Zehn Jahre später durchbrach Abano As die 1:14,0-Schallmauer und trabte mit Peter Strooper 1:13,3, bevor Ferrari Kievitshof 2015 mit 1:12,7 einen neuen Maßstab setzte. Nur wenig hätten es damals für möglich gehalten, dass der Derbysieger elf Jahre später um mehr als zwei Sekunden schneller sein würde. Und die 1:10,6 von Fragolino Rosso sind vermutlich nicht das Ende der Fahnenstange.
Ähnlich beeindruckend wie die Entwicklung des Rennrekords ist die Bilanz von Robin Bakker. Der 43-Jährige gewann das wichtigste Rennen Deutschlands zum siebten Mal, wofür er nur 14 Jahre benötigte. Er liegt damit in der Siegerliste nur noch einen Zähler hinter Heinz Wewering (8) und zwei hinter Charlie Mills (9). Unangefochtene Spitzenreiter bleiben bis auf weiteres Johannes Frömming (Foto) und Robert Großmann, die das Blaue Band je elf Mal errangen.

Robin Bakker verbesserte überdies die Bilanz der niederländischen Profis, die das Deutsche Traber-Derby im 21. Jahrhundert 16 Mal gewannen. Dem gegenüber stehen zehn Treffer der deutschen Kollegen.
Die Statistik bei den Vätern deutscher Derbysieger dominieren die US-Stallions, die in diesem Jahrhundert 13 Sieger verantworteten. Dank Fragolino Rosso (v. Booster Winner) kommen die französischen Beschäler seit 2001 auf aktuell sieben deutsche Derbysieger. Der fünfte und bislang letzte mit einem deutschen Hengst gezogene Derbysieger war 2017 der Gustav-Diamant-Sohn Tsunami Diamant. Der Italiener Expo Bi stellte den 2014er Sieger Expo Express.