Wie schade, dass Inexpressable ausgerechnet am Tag der Hambletonian-Vorläufe nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Gepaart mit einer extremen Offensiv-Taktik schied der Wallner-Sohn, an dem Karin Walter-Mommert 90 Prozent hält, sang- und klanglos aus und verpasste das 1-Mio.-$-Finale.
Vier der Hambo-Finalisten traf der Walner-Sohn am „Sun Stakes Saturday“ im reputationsreichen Earl Beal jr. Memorial (300.000 $), benannt nach dem ehemaligen Präsidenten der Pennsylvania Harness Horsemen's Association, auf dem 1000-Meter-Oval von Pocono Downs at Mohegan Pennsylvania. Hinzu kam der in den Vorläufen ebenfalls überraschend gescheiterte Diabolic Hill, der als 27:10-Favorit antrat.
Jener übernahm nach einem ersten Quarter in 1:07 mit einigem Aufwand das Kommando, kam jedoch keine Sekunde zur Ruhe, da vor der Tribüne der von der Pole Position aus zunächst in dritter Position innen liegende Inexpressable heran- und vorbeirauschte.
Der Yonker-Trot-Sieger konnte sich anschließend bis zur Halbzeitmarke (Zwischenzeit 1:10) eine kurze Verschnaufpause gönnen. Die nächste Herausforderung erfolgte durch der Hambo-Dritten Minoan, der allmählich aufschloss, gefolgt von Magic Punk, während Diabolic Hill in der „Pocket“-Position (direkt hinter dem Führenden) lauerte; das Feld passierte die Dreiviertelmeile-Marke in 1:23,2 (1:09,5) und steuerte auf die Zielgerade zu.
Die außen gehenden Pferde hatten Schwierigkeiten, das finale Tempo mitzugehen, wogegen Diabolic Hill die „Pocono Pike“ (die innere Überholspur) nutzte, um Inexpressable anzugreifen. Der jedoch zehrte von der hervorragenden Konditionsbasis, die Trainer Lucas Wallin geschaffen hatte, und wehrte den Angriff des aus dem Windschatten kommenden Konkurrenten mit einer Halslänge Vorsprung ab; Magic Punk stürmte in der Schlussphase noch heran, musste sich aber mit dem dritten Platz begnügen.

Inexpressable, der diesmal wieder den von seinem schweren Sturz genesenen Scott Zeron hinter sich wusste, verbesserte seine Bestmarke auf 1:09,1/1609 Meter, vermochte den Rennrekord von Super Chapter (1:08,4) aus dem Vorjahr aber nicht anzutasten.
Der Hengst war als Jährling für 325.000 Dollar erworben worden; mit diesem Sieg erhöhte er seine Gesamtgewinnsumme auf 408.270 Dollar für die Besitzer Wallin Racing Stable Inc. und Karin Walter-Mommert.
Die Antwort auf die Frage nach dem nächsten Start von Inexpressable ließ Lucas Wallin im Winnercircle offen, bezeichnete das Kentucky Futurity am 3. Oktober auf The Red Mile jedoch als realistisches Fernziel.
Ebenfalls 1:09,1 trabte der Muscle-Hill-Sohn Nix Nacken mit Dexter Dunn beim Gewinn der Consolation I (200.000 $), während dem Bar-Hopping-Wallach Highball Hanover (Andrew McCarthy) zum Sensationssieg (397:10) in der Consolation II (100.000 $) 1:10,0 genügten.
