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Der Goldhelm drei Mal für Team Lila

26. September 2026
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© Stefanie Christoph

(dk) Michael Nimczyk, der die Ausschreibungen des Pferdesportpark Karlshorst jahrelang überblättert hatte, kreuzte am Donnerstag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Wulheide auf und war dabei diesmal dem Ruf des Team Lila von Robert Gramüller gefolgt, für das er prompt drei der fünf anfänglichen PMU-Rennen gewann.

Den meisten Eindruck hinterließ dabei der mittlerweile für den Stall Online antretende Foxtrot Jet, mit dem sich der Goldhelm leisten konnte, den von Beginn an führenden Explosive Ris (Dennis Spangenberg) über den gesamten Weg in der Außenspur zu begleiten, um dennoch in der Distanz in Tagesbestzeit von 1:14,7/2.000 Meter die Oberhand über den sich tapfer wehrenden Pacemaker zu gewinnen.

Ein deutlich leichteres Amt hatte der Champion hinter Pippa Lobell zu verwalten, mit der er anfangs noch kurz Kicks Yankee (Dennis Spangenberg) den Vortritt gelassen hatte, um dann ein eisernes Regiment zu führen, während der Däne die Lage im Rücken der überlegenen Niederländerin problemlos in den Ehrenplatz ummünzte.

Punkt Nummer drei war schließlich mit Marie Lindingers laufgewaltigem Indy fällig, mit dem sich Nimczyk nach moderatem Beginn zu Beginn der Schlussrunde an den vorrückenden Lennarth (Vitus Schwaiger) hatte ankoppeln können, um nach einer Runde selbst die Initiative zu ergreifen und mit Erreichen des Einlaufs schnell die Weichen auf Sieg zu stellen. Der 7.871:10-Außenseiter Don Timoko (Bernd Warnke) lief dahinter noch bis auf zwei Längen zu dem 1:15,4/2.000 Meter vorlegenden Idefix-Bruder auf.

Die übrigen Rennen mit PMU-Bonus gingen an die vor Ort vorbereitere Otylia Beuckenswijk (Thomas Buley) sowie den sein fehlerhaftes Debüt umgehend korrigierenden dreijährigen Paraggi. Die Leistung der aus der zweiten Reihe abgegangenen Fawkes-Tochter, die trotz einiger zuletzt verheißungsvoller Ansätze für 213:10 zu haben war, wusste dabei nicht unerheblich für sich einzunehmen, hatte ihr Steuermann doch bereits auf den ersten 800 Metern einiges investieren müssen, um in einem kopfstarken Feld im dritten Paar außen unterzukommen, und nach einer Runde bereits wieder in den Angriffsmodus übergehen müssen, um nicht eingemauert zu werden. Das alles steckte die Fünfjährige aber problemlos weg und machte sich bereits zu Beginn des Einlaufs zu einem ganz überlegen ausfallenden Sieg - dem zweiten in ihrer Karriere nach 14-monatiger Durststrecke - über den weit dahinter am besten sprintenden Ulimate Dancer (Andreas Gläser) frei.

Foto: Stefanie Christoph

Paraggi hingegen, mit dem Victor Gentz nach vorsichtigem Beginn vor den Tribünen an die Spitze durchgefahren war, feierte bei seinem Einstandserfolg quasi Familientreffen, traten an diesem Donnerstag doch auch seine bereits deutlich höher dekorierten Geschwister Pogba, Intinori und Pour Moi an, deren Fußstapfen für den In-Range-Sohn aktuell gewiss noch etwas groß erscheinen, auch wenn sein erster Erfolg rundum souverän ausfiel.

Die ebenfalls aus Friedrich Gentz' ausgesprochen verlässlicher Vererberin Imi Para Mi stammenden Geschwister haben bisher beinahe 50 Siege und rd. 140.000 Euro Renngewinne eingeheimst und ließen sich auch diesmal größtenteils nicht lumpen, als Victor Gentz mit Intinori in einer Bänderstartprüfung dessen von der Grundmarke abgegangenen, zwei Jahre älteren Bruder Pogba (Kornelius Kluth) aus dessen Rücken heraus in der Distanz den Schneid abkaufte. Lediglich die nunmehr schon zum dritten Mal in Folge der roten Flagge verfallene Pour Moi schüttete einen kleinen Wermutstropfen in das ansonsten perfekte Familienfest.

Das aus drei Bändern gestartete "große" TF war ein gefundenes Fressen für den Favoriten Gold and Green, mit dem Dennis Spangenberg die Hälfte seiner Doppelzulage schon vor dem ersten Bogen wettgemacht hatte und der umgehend rundum überlegen war, als er ausgangs des Schlussbogens aus dem Windschatten seiner vorherigen Lokomotive Itturia (Vitus Schwaiger), der nach einem Schwächemoment im Schlussbogen auf der Geraden wieder anpackte, in Marsch gesetzt wurde.

Die Protagonisten des abschließend nur von vier Pferden bestrittenen "kleinen" TF, wo die Freunde des Pferdesportparks BK als Besitzer durch den Erfolg von Meteore Ladevinie (Michael Hönemann) über Notre de Memartin (Manfred Zwiener) ein Double feierten, buken indes vergleichsweise kleinere Brötchen.

Bleibt noch die knappste Entscheidung des Tages anzuführen, in der Carsten Milek mit Mike Dwornickis am Ende immer besser aufkommender Cash-Hanover-Tochter Lady d'Arbanville das bessere Ende gegenüber der an der Spitze lange souverän scheinenden Pauline T (Joachim Hay) im Ziel für sich hatte und ihren ersten Lebenserfolg beim siebten Start unter Dach und Fach brachte.