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Cobra Killer Gar – eine Hommage an Varenne

23. August 2026
1 Min. Lesezeit
© Agence Couleur Casaques

(LeTrot/MT) Nur vier Tage nach Varennes Tod ließ Cobra Killer Gar (v. Readly Express) den Namen des „Il Capitano“ auf spektakuläre Weise auf der Bahn von Cagnes-sur-Mer wieder aufleben. Der Enkel mütterlicherseits des Hengstes, der von vielen als der größte Traber aller Zeiten angesehen wird, errang am Samstagabend im Grand Prix du Département des Alpes-Maritimes (180.000 Euro), dem Höhepunkt der Abschlussveranstaltung der Sommersaison in Cagnes, den größten Sieg seiner Karriere.

Manchmal schenkt der Sport seinen Pferden wunderschöne Geschichten. Am Dienstag trauerte Italien um seinen größten Champion, Varenne. Vier Tage später, an der französischen Riviera, erwies ihm Cobra Killer Gar, einer seiner Enkel mütterlicherseits, mit dem Sieg im wichtigsten Sommerrennen Frankreichs eine würdige Ehre.

Der von Erik Bondo trainierte Wallach, ein wahrer Sprinter, hatte seit seinem Sieg im Prix de Lille in Vincennes am 4. Januar nicht mehr als Erster die Ziellinie überquert. Mit seinem Comeback zum perfekten Zeitpunkt sicherte er sich den ersten Gruppe-2-Sieg seiner Karriere.

Der perfekte Lauf

Mit Startplatz 1 hatte Cobra Killer Gar einen Vorteil gegenüber seinen Hauptkonkurrenten, den er unbedingt nutzen wollte. Gabriele Gelormini legte ein hohes Tempo vor, ließ Keep Going und Mathieu Mottier jedoch passieren und reihte sich hinter ihnen ein. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte. Während der spätere Sieger geduldig seine Kräfte einteilte, versuchte Go On Boy auf der Gegengeraden, den Rückstand zu verkürzen. Doch der Favorit von Romain Derieux traf auf Hudo Du Ruel, der ihn konterte und zurückdrängte.

Sobald sich Mitte der Zielgeraden eine Lücke auftat, schoss Cobra Killer Gara nach vorn und ließ keinen Zweifel am Sieg in 1:09,0/1609 Meter aufkommen, zumal Go On Boy gleichzeitig sprang und ausfiel.

„Ich hatte ein fantastisches Rennen. Ihm liegt diese Art von Rennen, und alles lief bestens. Am schwierigsten war der Start, aber auch der war perfekt. Keep Goings Rücken hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Ich konnte im richtigen Moment angreifen, und da war das Rennen entschieden. Ich musste nicht mal die Watte ziehen“, kommentierte Gabriele Gelormini. Der Italiener gewann seinen zweiten Grand Prix des Départements Alpes-Maritimes, nach seinem Sieg 2023 mit Capital Mail für Fabrice Souloy.

Ideal Ligneries, ein exzellenter Finisher

Während Cobra Killer Gara bereits in Sicherheit war, holte Ideal Ligneries (v. Repeat Love) mit einem fulminanten Endspurt den zweiten Platz. Nachdem er den Großteil des Rennens an dritter Position innen gehalten wurde, bestätigte der von Jean-Philippe Monclin für Roger Wittmann trainierte Hengst seine hervorragende Leistung aus dem Critérium de Vitesse de Basse-Normandie in Argentan, wo er hinter Idao De Tillard Zweiter geworden war.

Trainer, Jean-Philippe Monclin, kommentierte: „Wir hatten uns vorgenommen, die Führung zu übernehmen, aber er konnte sie nicht ganz erobern. Er wurde von einem exzellenten Pferd geschlagen, und ich bin sehr zufrieden mit seinem Rennen. Ich würde ihn jetzt gerne nach Italien mitnehmen.“

Nicht belohnt wurde der Stall Habo für seinen Mut, mit Kira Bo Face in einer derart schweren Garnitur anzutreten. Ein Fehler in zweiter Reihe machte theoretische Chancen schnell zunichte. Als Achte landete die von Danny Brouwer trainierte Ready-Cash-Tochter ausgerechnet auf dem ersten nicht honorierten Rang, verbesserte mit 1:10,0/1609 Meter ihre Bestmarke aber um mehr als eine Sekunde.

Ergebnis und Video