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Berliner Einlauf wiederholt

6. September 2026
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© ScoopDyga

(dk) So ganz häufig mag es sicher noch nicht vorgekommen sein, dass im Pariser Temple du Trot ein Einlauf Bestätigung gefunden hatte, den es exakt so beim letzten Aufeinandertreffen der Protagonisten in Berlin gegeben hatte, und solchermaßen ist das Ergebnis des samstäglichen Prix de la Roche-Posay (41.000 Euro - 2.700 m [B]), der sich an Fünfjährige mit bislang nicht mehr als 58.000 Euro Lebensgewinnsumme richtete, durchaus eine Headline wert.

Nicht der von den Turfistes bei 37:10 innerhalb eines nahezu gleichauf rangierenden Quartetts aus hiesiger Sicht ein bisschen überraschend favorisierte Sokrates (Benjamin Rochard) war dabei am Ende der Triumphator. Vielmehr machten die schon in der Derby-Revanche 2025 vor drei Wochen auf den ersten beiden Plätzen eingekommenen Utkieker und Black Heuvelland das Rennen unter sich aus, wobei der Nimczyk-Vertreter dem Engwerda-Schützling diesmal deutlich zudringlicher wurde.

Eingangs der Tribünen-Geraden war dem von Arne Frahm gezogenen SJ's-Caviar-Sohn das Kommando unblutig zugefallen, als der wie die Feuerwehr losgeschossene Oliver Schermer Paul Ploquin beim Versuch, den Tatendrang seines Partners ein bisschen einzudämmen, aus der Hand gesprungen war, woraufhin Jaap van Rijn mit dem für den Stal de Groningers laufenden Wallach ein nicht allzu überhastetetes, aber gleichbleibendes Tempo vorgegeben hatte.

Mit Erreichen der Endgeraden brachte Matthieu Abrivard den Lehner-Rappen aus dem Windschatten des Piloten und schien auch schon die Oberhand gewinnen zu können. Als van Rijn aber die Zugwatte zog, mit der der nunmehr offenbar lange Versäumtes nachzuholen gewillte Utkieker erstmals ausgestattet war, machte sich dieser in 1:12,8 von dem zeitgleich einkommenden Willicher wieder um eine halbe Länge frei, um beim dritten Frankreich-Start erstmals in den Winnercircle einzuziehen, dafür mit 18.450 Euro seinen bisher höchsten Einzelscheck einzustreichen und dem niederländischen Champion seinen insgesamt mittlerweile 33. Erfolg im Land der Trikolore zu bescheren.

Sokrates hingegen ließ trotz eines vergleichsweise passenden Rennens in zweiter Spur mit Führpferd im Einlauf den erforderlichen Dash ein bisschen vermissen und bekam L'Amour Mearas (Jean-Michel Bazire), der dem Bayern auf der Schlussrunde mit einem Run durch Todesspur durchgehend Deckung gegeben hatte, für das dritte Geld gut fünf Längen hinter den beiden Erstplatzierten nicht zu greifen, so dass eine rein deutsche Dreierwette, wie sie später am Nachmittag noch im ungarischen Budapest zustande kommen sollte, knapp verpasst wurde.

Ergebnis und Video

Gar Morgenluft witterten die deutschen Fans in der vorletzten Prüfung um den immerhin der Kategorie A zugeordneten Prix Emile Wendling (62.000 Euro - 2.700 m) für Dreijährige mit nicht mehr als 65.000 Euro Lebensgewinnsumme, in den sich mit dem Christiane Ahrens, Hannelore Würzinger, Jürgen Jochem und Trainer Mike Lenders gehörenden Magic One ein bislang lediglich 1.872 Euro auf die Waage bringendes Leichtgewicht wagte.

Die Zeichen deuteten nach einer von Francois Lagadeuc aus dem dritten Paar außen vor Erreichen des Schlussbogens angezettelten Attacke ausgangs der finalen Biegung sogar kurz auf Sieg, bevor der 705:10-Außenseiter am Ende doch nicht ganz durchstand und hinter der von Newton des Forges (Paul Ploquin) in 1:13,3 angeführten Speed-Meute mit dem 3.100 Euro werten fünften Platz in 1:13,7 vorliebnehmen musste, sich aber dennoch in Anbetracht der Gegnerschaft exzellent schlug.

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