Mit einem 14-Rennen-Programm inkl. dreier Jahrgangsprüfungen beendete die Rennbahn Baden in der Kurstadt vor den Toren Wiens am Sonntag die Saison 2026. Besonders die letzten fünf Rennen, die allesamt auch im französischen PMU-Toto bewettet werden konnten, hatten es in sich und gingen - soviel vorab - in bayerische Quartiere.
Gleich drei Mal kam das reisefreudige Team Geineder zum Zuge. Andreas Geineder überraschte sowohl mit Chantielle (1:14,1/1600 Meter) als auch mit Pamira (1:15,1/1600 Meter) aus zweiter Startreihe.
Gar eine bayerische Dreierwette gab es im 28. Österreichisches Sattel-Derby. Fon Baron stand das hohe Tempo, das ihm Marisa Bock angedeihen ließ, nicht ganz durch, musste am Ende aber nur die 99:10-Außenseiterin Reine des Neiges (1:16,9/2100 Meter) ziehen lassen. Romina Geineder hatte die Schimmelstute bei deren 86. Lebennstart optimal eingesetzt und konnte schon weit vor der Linie jubeln. Dritte wurde Maja Thamm mit Veyron Bros.

Seine besondere Vorliebe für das flache 1000-Meter-Oval bewies im Badener Finale (6.000 Euro) der Lindinger-Crack Desiderio. Obwohl Gerhard Mayr mit der bis dato vor Ort ungeschlagenen Face Time Spada auf die Führung pochte und Desiderios Stallgefährte Teatox unterwegs nur wenig Druck auszuüben vermochte, war die Fünfjährige der vehementen Schlussattacke des Aschheimer Wallachs nicht gewachsen und fiel im Einlauf müde noch bis auf Rang vier zurück.
Desiderio hingegen stand sein Pensum voll durch und holte sich mit Christoph Schwarz nach der Badener Meile und dem Vorlauf zum Super Trot Cup in 1:13,4/2100 Meter auch dieses "Frei für Alle". Zwischen den Badener Erfolgen lag noch der Gewinn eines mit 35.000 Euro dotierten Gruppe-III-Rennens in Montegiorgio, der während des Berliner Derbymeetings etwas untergegangen war.
Zum krönenden Abschluss ging dann auch noch der 54. Großer Badener Zucht-Preis (15.000 Euro) für die nächste österreichische Derby-Generation in das Gramüller-Quartier bzw. auf das Punktekonto des deutschen Silberhelms. Wieder hatte Abo-Champion Gerhard Mayr das Kommando, in diesem Fall mit der favorisierten Calgary Muscles, und wieder war es Christoph Schwarz, der früh außen herum musste und dennoch mit Golda Meir in der Entscheidung das stärkere Pferd zur Hand hatte.
Für die in Wiener Farben laufende Uniclove-Tochter war es nach dem Gewinn des KR Johann Hochstaffl-Gedenkrennen mit Marcus Gramüller im August und einem Treffer in einem Amateurfahren in Cesena der dritte Sieg in Folge, der in 1:16,0/2100 Meter über Calgary Muscles sehr sicher ausfiel.
Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurde der 33. Großer Badener Zukunfts-Preis (4.000 Euro) für Österreichs Zweijährige ausgetragen. Von den fünf Mayr-Schützlingen behauptete sich die Franz Konlechner an die Hand gegebene Royal-Dream-Tochter Royal Bravoure leicht in 1:18,3/1600 Meter.
Keine Opposition gab es erwartungsgemäß für die Derby-Zweite und St.Leger-Siegerin Ivana Venus im 38. Österreichisches Stuten-Derby (7.000 Euro). In 1:16,5/2100 Meter hatte die Explosive-Matter-Tochter mit Christoph Fischer ihre lediglich vier Gegnerinnen jederzeit souverän im Griff.
