++ Herzliche Glückwünsche gehen heute nach Bottrop, wo Achim Ernst seinen 70. Geburtstag feiert ++ ++ Baden: Im 35. Österreichischen Traber St. Leger (10.000 Euro) gelingt Ivana Venus mit Christoph Fischer in 1:15,5/2100 Meter die Revanche an Derbysieger Secret Venus - Dafür gewinnt Christoph Schwarz die 62. Internationale Badener Meile (10.000 Euro) mit Dr. Marie Lindingers Desiderio (Christoph Schwarz) in 1:12,2/1600 Meter vor Tyron Hill (Josef Franzl) und Oscarello (Gregor Krenmayr) - Im Rahmen Josef Franzl mit Gersh Win 1. in 1:17,2/2100 Meter, Robert Pletschacher mit Severine Venus 4. in 1:18,2/2100 Meter, mit Zara LR 4. in 1:18,1/1600 Meter, Thomas Royer mit M Eck Gyver 6. in 1:18,5/2100 Meter, Marisa Bock mit Golda Meir 2. in 1:17,7/1600 Meter, mit Massimo Venus dis.rot, Christoph Schwarz mit Valesco 1. in 1:15,2/2100 Meter, mit Pearl Newport 6. in 1:16,7/2100 Meter - Im Reiten Negresco mit Marisa Bock dis.blau, Romina Geineder mit Varadero Venus 2. in 1:17,7/2100 Meter, Julia Wiesner mit Hilfiger dis.rot ++ ++ Gelsenkirchen: Stall Germanias Stella Luna gewinnt mit Robbin Bot in 1:15,6/2000 Meter auch den dritten Qualifier zum Dreijährigen-Kriterium für Stuten - Bei den Hengsten und Wallachen fängt Carpe Diem Stables Arrivederci (Thorsten Tietz) Noble Lobell in 1:15,6/2000 Meter auf der Linie ab ++
Gelungener Castortransport von Mika Forss
14. Juni 2026

Es war angerichtet für den nächsten Gruppe-I-Triumph des kongenialen Duos Kihlström/Redén bzw. den dritten Sieg von Francesco Zet im Norrbottens Stora Pris, der am späten Samstagabend unter der Mitternachtssonne von Boden über die Bühne ging.

Auch als der klare 14:10-Favorit nach 500 Metern in 1:07,3 an Mellby Jinx abprallte und weiter durch die Todesspur strampeln musste, machten sich dessen Fans keine allzu großen Sorgen. Zu stark war dessen Vorstellung im Paralympiatravet, zu gut die Stallform.

Dass aber auch für die Kihlström/Redén-Kombo die Bäume nicht in den Himmel wachsen, musste man spätestens eingangs der Schlusskurve kapitulieren, als Mats Djuse mit Mellby Jinx im Handstreich mehrere Längen Vorsprung herausholte und Francesco Zet ihn widerstandslos ziehen ließ.

Auch Castor the Star, der sich bis dahin vom Piloten ziehen ließ, musste zunächst passen und verlor Mellby Jinx vorübergehend aus den Augen, saugte sich aber peu à peu wieder heran und tauchte 100 Meter vor dem Ziel plötzlich dicht hinter Mellby Jinx auf, der längst wieder der Sieger ging.

Mats Djuse, eigentlich der Stammfahrer von Castor the Star, staunte nicht schlecht, als ausgerechnet der erstmals Mika Forss anvertraute Maharajah-Sohn aus seinem Windschatten trat und auch gleich grußlos vorbeizog.

Castor

Foto: Travronden

Die Kirsche auf der Torte des 297:10-Außenseiters, der nach vielen vergeblichen Versuchen endlich einen Gruppe-I-Sieg unter Dach und Fach brachte, war ein neuer Rennrekord. Mit 1:10,4/2140 Meter verbesserte er die alte Marke von Francesco Zet aus dem Jahr 2024 um drei Zehntel.

Jener Francesco Zet gab die Partie, wie erst zu befürchten war, übrigens nicht auf, sondern brachte sie mit der ihm eigenen Klasse und Moral als Dritter in 1:10,8 zu Ende.

Hauchdünn blieb er am Ende vor den lange innen geschonten H.C.'s Crazy Horse (Magnus Djuse) und Kingen Mearas (Ulf Ohlsson), die im vierköpfigen Wäjersten-Lot eigentlich nur für Statistenrollen vorgesehen waren, aber ihren Trainingsgefährten Gio Cash knapp auf Platz sechs verwiesen.

Zielfoto Norbott

Daniel Wäjersten hatte sich mit dem Vorjahressieger eingedenk Startplatz 8 für eine extrem defensive Variante entschieden, nahm den Gerrits-Schützling unmittelbar nach dem "Ab" ans Ende des Feldes zurück, von wo aus er letztmals gegenüber einen Angriffsversuch startete, aber schnell wieder abbrach, da vor ihm halbherzig ausgeschert wurde.

Also versuchte es Wäjersten innen, wo es zunächst auch vielversprechend voran ging, bevor sich im Finish eine Wand von Pferden vor ihm aufbaute und Gio Cash schließlich mit Reserven über die Linie ging. Platz drei wäre mit etwas Fortune nach Augenschein durchaus möglich gewesen.

Screenshot 2026-06-14 at 10-06-48 Norrbottens Stora Pris - Google Suche

Foto: Aftonbladet

Dass Jörgen Westholm nach der Streichung des Elitloppet-Dritten Jobspost (lahm) trotzdem im Winnercircle stehen würde, spricht für die überragende Form des 53-jährigen Coach aus Solvalla. „Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass wir mit ihm ein Gruppe-1-Rennen gewinnen könnten, aber es hat geklappt. Er kämpfte sich Meter für Meter durch die letzte Kurve, und als man sah, dass Francesco nicht seinen Tag hatte, spürte man, dass es klappen könnte.“

 „Wow, das war fantastisch! Was für eine Leistung wir am Ende abgeliefert haben! Mika ist hier oben jetzt zweimal für uns in diesem Rennen gefahren und hat beide Male gewonnen, das sind gute Werte“, sagt Jörgen Westholm.

Mika Forss fügte an: „Es war dasselbe Gefühl wie beim letzten Mal (Anm.: 2020 mit Antonio Tabac), als wir gewonnen haben. Es macht einfach Spaß, bei diesem großen Rennen dabei zu sein. Man wartet auf solche Momente, und hier treten unglaublich gute Pferde an.“

„Wir haben vor den Rennen ein bisschen darüber gescherzt. Jörgen meinte, das Pferd sei in Top-Form, aber vielleicht nicht, um zu gewinnen. Aber es hat funktioniert. Das Pferd hat unglaublich schnelle Beine. Wir hatten einen Traumstart, und dann Örjan, der das Tempo die ganze Zeit durchgehalten hat. Es fühlte sich an, als hätte er noch Kraft übrig, und er hat gezeigt, dass er einfach der Beste ist.“

Keinesfalls enttäuscht zeigte sich Örjan Kihlström: „Er ist gut gelaufen, hat aber natürlich nicht seine Bestleistung gezeigt. Er fühlt sich gut, hatte aber ein hartes Rennen und wird langsam älter; er hat schon viele harte Rennen bestritten. Er ist bis zum Schluss durchgehalten, also kann man sich meiner Meinung nach nicht über ihn beschweren.“

„Er gibt sein Bestes, aber er hätte noch besser sein können, wenn er seine absolute Bestleistung gezeigt hätte. Er ist schließlich schon unzählige Male gegen Mellby Jinx und Castor the Star angetreten und hat sie fast immer geschlagen. Aber die beiden hatten auch einen sehr guten Tag. Sie sind sehr gut gelaufen.“

Ergebnis: https://sportapp.travsport.se/race/raceday/ts616397/results/12

Video: https://www.youtube.com/watch?v=kVN3eq0QOM8