Einen knappen Monat nach dem Copenhagen Cup belegte Gestüt Lasbeks Schampus am Freitagabend erneut einen vierten Rang auf internationalem Parkett, allerdings mit einer klaren Leistungssteigerung.
Der deutsche Derbysieger des Jahres 2023 bestritt auf dem Plateau de Gravelle die Quinte+-Prüfung, den mit 68.000 Euro dotierten Prix Eudora, ein Course C für Ältere bis 325.000 Euro Gewinnsumme, in das Schampus mit seinen knapp 260.000 Euro gut hineinpasste.
Gabriele Gelormini, der schon im April beim Saisondebüt an gleicher Stelle gut mit dem Ehlert-Schützling harmonierte, brachte Schampus auch nach mehreren Startabbrüchen flott in die 2700-Meter-Partie und war als Dritter an der Innenkante lange gut aufgehoben.
Die schonende Lage drohte dem 170:10-Außenseiter in der Entscheidung jedoch zum Verhängnis zu werden, als er hinter einer Wand von Pferden festsaß, während vorne die Post abging.
Im Einlauf entdeckte Gelormini jedoch eine Lücke, durch die er mit einer verwegenen Slalomfahrt stieß und 100 Meter vor dem Ziel plötzlich in dritter Position erschien. Die vermochte der gehfreudige Lasbeker nicht ganz zu verteidigen, denn außen sprintete Guerrier Castelets noch einen Tick schneller.
Längst in Sicherheit war zu diesem Zeitpunkt die favorisierte Jolie Star, die mit Mathieu Mottier ihren Patzer im GNT-Lauf von Laval postwendend korrigierte und in 1:11,6/2700 Meter bereits zum vierten Saisonerfolg (bei fünf Starts) gelangte.
Schampus wurde für seine äußerst ansprechende Vorstellung mit 5.440 Euro und einem deutschen Rekord belohnt. Mit 1:11,9/2700 Meter egalisierte der Propulsion-Sohn die Bestmarke älterer Hengste auf Steherdistanzen, die Jazzman erst im März auf gleicher Distanz in Vincennes aufgestellt hatte.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-06-12/7500/4
Seinen eigenen Rekord hatte ein Rennen davor Duke of New York verbessert, der die starke Frankreich-Form der Schützlinge von Mario van Dooyeweerd untermauerte.
Im Prix Liguria (46.000 Euro) für Fünfjährige, den der favorisierte Schwede Leaderboard mit Alexandre Abrivard in 1:10,8/2100 Meter an seine Fahnen heftete, eroberte der von Eric Raffin erstklassig vorgetragene Wallach aus Ascheberg im Speed Rang fünf in 1:11,3 und stieß damit auch beim dritten Vincennes-Start in der laufenden Saison in die Geldränge.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-06-12/7500/3







