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Räubertochter in der Höhle des Löwen

Ein besonderes Highlight ihrer kurzen, mit fast 100 Siegen aber schon ruhmreichen Karriere erlebte Deutschlands vierfache Trabreit-Championesse Ronja Walter am Montagabend. Wenige Tage nach ihrem 23. Geburtstag trat die Trainertochter aus Alveslohe erstmals in der Höhle des Löwen an, auf dem Plateau de Gravelle in Paris-Vincennes. Im Prix Lomia (54.000 € / 2700 Meter) traf sie mit ihrem neuen Paradepferd Zauni auf die französische Hautevolee der Trabreiter wie den Landesmeister Alexandre Abrivard, dessen Cousin Matthieu, Eric Raffin, Matthieu Mottier und Pierre Yves Verva. Dass sich die Deutsche vor den großen Namen in Frankreich nicht zu verstecken braucht, zeigte sie bereits beim Sieg und den beiden Ehrenplätzen in Reims, Argentan und Maquenchy.

Und hätte sie den Start auf der Amérique-Bahn nur ein klein wenig besser hinbekommen, wäre auch diesmal mehr drin gewesen als Platz fünf in 1:14,2 – der mit 2.700 Euro dotiert war. Immerhin behielt Ronja Walter nach dem missglückten Beginn die Nerven, führte Zauni in Ruhe ans elfköpfige Feld heran, blieb konsequent innen und schlängelte sich auf den letzten 500 Metern gekonnt durch einen Großteil der Konkurrenz. Das deutsche Gespann hinterließ also auch bei der Premiere auf großer Bühne einen bleibenden Eindruck und wird nicht das letzte Mal in Paris gewesen sein.

(13.06.2018)