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Sensation: Orlando Jet zum Elitloppet

Am Mittwochmittag platze die Bombe. Orlando Jet erhielt eine Einladung nach Solvalla, wo am letzten Mai-Wochenende das große Meeting ausgetragen wird. Nicht etwa zu einem der zahlreichen lukrativen Rahmenrennen, nein, Orlando Jet bekam eines der begehrten Tickets für den Elitloppet, der Weltmeisterschaft der Sprinter, die Jahr für Jahr die besten und schnellsten Pferde der Welt am Start sieht. Die Besitzer Margareta und Walter Bauer (Stall Team Neuhof) sowie Trainer Rudi Haller zögerten nicht, sondern sagten spontan zu. Eine solche Ehre wird einem schließlich nicht oft zuteil. Classic Grand Cru und Brioni, der im Jahr davor sensationell gewonnen hatte, waren 2012 die letzten deutschen Vertreter in diesem Spektakel des Trabrennsports, das auch heuer wieder vor 60.000 Besuchern und Millionen von TV-Zuschauern über die Bühne gehen wird.

„Orlando Jet trifft zum ersten Mal die ultimative Elite. Ich habe ein gutes Gefühl für ihn und möchte ihn wirklich in Elitloppet sehen", begründet Solvallas Sportdirektor Anders Malmrot die Einladung, und weiter "Orlando Jet ist derzeit das heißeste Pferd in Deutschland. Er hat die Breeders Crown für Drei- und Vierjährige gewonnen und im letzten Jahr in beeindruckender Manier in Paris-Vincennes." Bemerkenswerterweise lief Orlando Jet bei seinen erst 14 Starts noch nie über die Meile. Seinen Rekord von 1:11,6 erzielte der Fünfjährige über 1900 Meter beim Gewinn der Derby-Revanche 2017 in Berlin, dem neunten von bislang elf Siegen.

 

Zu Beginn dieser Saison sah es noch nicht nach Elitloppet oder ähnlichem aus. Beim Aufwärmen für das geplante Saisondebüt am Ostersonntag in München zog sich Orlando Jet einen schmerzhaften Ballentritt zu, der die ganze Planung zunächst über den Haufen warf, ihn dann aber den Bild-Pokal am 1. Mai in Gelsenkirchen führte. Dort hinterließ der Orlando-Vici-Sohn aus der Zucht von Peter Busch einen derart bestechenden Eindruck, dass ganz Europa auf ihn aufmerksam wurde. Die Einladung zum Copenhagen-Cup, in dem Cash Hanover als Vierter glänzte, kam etwas zu früh. Als Solvalla rief, konnte man einfach nicht nein sagen.

 

Somit sind - Stand heute - elf von 16 Startplätzen für das 600.000-Euro-Rennen vergeben: Bold Eagle (Frankreich), Dreammoko (Frankreich), Maori Time (Australien), Nadal Broline (Finnland), Orlando Jet (Deutschland), Pastore Bob (Schweden), Propulsion (Schweden), Ringostarr Treb (Italien), Takethem (Dänemark), Volstead (Schweden), Uza Josselyn (Schweiz)

 

(16.05.2018 Bild ORLANDO JET: Claudia Mira)