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Nächste Überraschung durch Breidabliks Nubbe

Die letzten Tage zeigten eindrucksvoll, dass Rennpferde eben doch keine Maschinen sind, die auf Knopfdruck und nach Belieben funktionieren. Vergangenen Sonntag noch servierte Breidabliks Nubbe im Wiener Hunyady-Memorial den für kaum schlagbar gehaltenen Orlando Jet ab, eine Woche später vermag jener Breidabliks Nubbe die vermeintlich leichtere Aufgabe, den Hacker Pschorr Bayern-Pokal in München, nicht für sich zu entscheiden.

Die Niederlage des 16:10-Favoriten fiel zwar denkbar knapp aus, war nach perfektem Start aus zweiter Reihe, die dem schwedischen Hengst nach gut 600 Metern die Führung bescherte, aber nicht zu erwarten. (Foto: www.traberfan.at)

Vielleicht war die Pause zwischen den beiden anspruchsvollen Partien doch zu kurz, waren die Reisestrapazen zu groß. Jedenfalls vermochte Breidabliks Nubbe im Schlussbogen, dort, wo er in Wien erst richtig aufdrehte, nicht mehr zuzulegen, musste den stets in seinem Fahrwasser getrabten Nileo und die unterwegs weit aus dem Rennen gelegene Celestial Light TK herankommen lassen. Marc Elias verstand die Signale seines Schützlinges offenbar genau und forderte ihn auf der Zielgeraden nur moderat, während Nileo und Celestial Light TK mit jedem Schritt näher kamen und sich kurz vor der Linie tatsächlich am 16:10-Favoriten vorbeirauften.

Den längsten Atem besaß schließlich Celestial Light TK, der Gerhard Biendl tolle Reserven entlockte, um die Daglfinger Traditionsprüfung in 1:14,6 / 2100 Meter an seine Fahnen zu heften. Der ebenfalls siebenjährige Nileo harmonierte mit Catchdriver Christoph Fischer prächtig und unterlag in allen Ehren. Deutlich hinter Breidabliks Nubbe rundete Popeye Diamant (Christoph Schwarz) auf dem ungeliebten Linkskurs die gute Bilanz der Schützlinge von Gerhard Biendl ab.

Ganz anders wäre das Rennen möglicherweise verlaufen und ausgegangen, wäre Tyrolean Dream glatt eingetreten. Ein kapitaler Startfehler warf den Wieserhofer jedoch an das Ende des Feldes zurück, von wo aus der Haller-Schützling am Ende noch auf Rang fünf spurtete und sicher klar unter Wert geschlagen war. (04.11.2018)

Vorbericht:

Hunyady-Sieger in München

Breidabliks Nubbe ist nach seinem Triumph im Graf Kalman Hunyady Gedenkrennen in Wien nicht direkt nach Schweden zurückgekehrt, sondern hat auf seinem Heimweg einen Zwischenhalt in München eingelegt. Dort bestreitet der Sechsjährige am Sonntag den aus dem Sommer verlegten Hacker-Pschorr-Bayern-Pokal (22.000 Euro / 2100 Meter / 18:50 Uhr). Für Breidabliks Nubbe und Marc Elias (24), der bei der Gelegenheit zum ersten Mal auf der Bahn fährt, auf der er seine Kindheit verbracht hat, ist das Daglfinger Saisonhighlight eine neue Herausforderung: hoher Startplatz in zweiter Reihe, kürzere Distanz und andere Gegner als in der Krieau.

Den Hauptkonkurrenten dürfte erneut Rudi Haller zur Hand haben - diesmal nicht Orlando Jet, sondern Tyrolean Dream, der 2017 das Hunyady und den Bayern-Pokal gewann. Nach einigen Anlaufproblemen in der neuen Saison ist der Wieserhofer spätestens seit dem Ehrenplatz im Super Cup Trot-Finale in Berlin (Sieger Marc Elias) wieder voll da, wie er jüngst mit einem Sieg in Straßburg untermauerte. Knapp unterlegen war ihm in Frankreich Popeye Diamant (diesmal mit Christoph Schwarz), der seine kuriose Serie an zweiten Plätzen im Bayern-Pokal fortsetzen könnte. Die Wahl des Trainers Gerhard Biendl findet in München Celestial Light TK, die sich in der Stuten-Trophy in Hamburg mit 1:11,7 eine neue Marke holte.

Der Championstall Nimczyk schickt Nileo in die bayerische Landeshauptstadt. Da der Goldhelm noch im Urlaub weilt, hat man mit Christoph Fischer einen begehrten Catchdriver aus Österreich gebucht. Aus der Alpenrepublik kommt auch Wotan Casei (Gerhard Mayr), Derbysieger 2017, unlängst im Europachampionat der Fünfjährigen allerdings chancenlos. Mit einer dreiköpfigen Streitmacht ist Seppi Franzl vertreten. Er selbst hat sich für Ciao Amore entschieden, Sepp Sparber lenkt Rapido OK, hinter Rubino degli Dei sitzt Robert Pletschacher. Das Trio teilt sich mit Robin Hood Diamant (Stefan Hiendlmeier), der sich in hohe Klasse wagt, die Außenseiterrolle.

Der Hacker-Pschorr-Bayern-Pokal ist eingebettet in den PMU-Teil, der die Rennen 5 bis 11 umfasst und der - mit Ausnahme der V5-Wette (Rennen 6 bis 11) und der deutschen Dreierwette - komplett über den französischen Wettmarkt abgewickelt wird. Mit je 6.000 Euro sind allerdings auch schon die Rennen 1 bis 4 dotiert, darunter der Hacker-Pschorr-Bayern-Pokal-Stutenlauf (16:08 Uhr) mit einer hohen Garantieauszahlung (8.000 Euro) in der Siegwette. Der Start des ersten Rennens erfolgt um 15:44 Uhr.