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Letztes Züchtertreffen 2016 auf dem Gestüt Mutzenhof

Zum Abschluss der Reihe der HVT-Regionalkonferenzen 2016 fand das letzte Züchtertreffen am Samstag auf dem Gestüt Mutzenhof in der Region Süd statt. Zuvor hatte es identische Veranstaltungen in den Regionen Ost, Nord und West gegeben.

Dr. Jochen Niedner, Vorstand der Elisabeth Mann-Stiftung, begrüßte die Anwesenden im Seminarraum des Gestütes und hieß sie herzlich willkommen. Die Stiftung hat sich der Nachwuchsförderung verschrieben, unter anderem im Trabrennsport. Die Räumlichkeiten des von der Stiftung betriebenen Gestütes Mutzenhof boten den idealen Rahmen für die Veranstaltung, bei der das HVT-Präsidium durch Heinz Tell, Maren Hoever und Dr. Anton Peter Graßl vertreten wurde. Rund 25 Interessierte waren der Einladung gefolgt.

HVT-Präsident Heinz Tell ging in seinem ausführlichen Vortrag zunächst auf die Saison 2016 ein und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Er berichtete über den erfreulich früh abgeschlossenen Prozess der Terminkoordination, an dessen Ende der Rahmenterminplan 2017 steht. Auch das Programm der Gehobenen Rennen (wir berichteten: Gehobene Rennen 2017) ist bereits fixiert, wobei es noch Modifikationen an der Gestaltung des 4- und 5-Jährigen-Zirkels geben wird. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.

Natürlich waren vor allem die PMU-Rennen im Mittelpunkt des Interesses. Wie bereits berichtet (Renntermine 2017), wird es auch im Jahr 2017 wieder mehr als 50 PMU-Renntage in Deutschland geben. Auch hier gibt es Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis: Die Mindestdotation wird auf 3.500 Euro gesenkt, somit erhalten die Veranstalter mehr Spielraum bei der Verteilung der Rennpreise zwischen den einzelnen Gewinnsummenklassen. Je nach Termin werden die Rennen zwischen 3.500 und 6.000 Euro Gesamtdotation aufweisen.

Heinz Tell verwies auf die besondere Bedeutung der guten Abstimmung zwischen den Rennveranstaltern, damit das bestehende Startpferdepotenzial optimal ausgeschöpft werden kann und alle geplanten Rennen auch stattfinden können. Bei den PMU-Lunch-Renntagen, die in 2017 fünf statt wie bisher vier Rennen umfassen werden, besteht bei entsprechender Rücksichtnahme auf andere Renntermine auch die Möglichkeit, an diesen Tagen weitere normale Rennen zu veranstalten. Insgesamt sind in Bayern im Jahr 2017 40 Renntage geplant.

Im Anschluss an den Vortrag gab es Fragen und Diskussionen zu verschiedenen aktuellen Themen. Heinz Tell und Josef Schachtner, Präsident des Straubinger Rennvereins, gaben einen Einblick in die Thematik „Rennwettsteuer-Rückerstattung auf die Buchmachersteuer“ aus dem Glückspielstaatsvertrag. Diskutiert wurden ebenso die Ausschreibungen in München und Straubing für Handicap-Rennen, die Rennleitungen für die bayerischen C-Bahnen, das Thema Tierschutz (Peitschengebrauch, verbotene Ausrüstungsgegenstände) sowie die Vermarktung. Helmut Biendl stand als Vorsitzender der Rennleitung ebenfalls Rede und Antwort zu Fragen bezüglich der Trabrennordnung und der Anwendung der Regeln.

Auch die aktuell offenen Dopingfälle wurden wie bei den anderen Veranstaltungen dieser Art besprochen. Die letzten offenen Verfahren werden in Kürze abgehandelt sein, die Entscheidungen werden im Trabrennkalender veröffentlicht.

Positive Rückmeldungen erhielten die HVT-Vertreter für die Neuerungen auf der Website des HVT und den zuletzt neu geschaffenen Bereich für Aktive (Trainingslisten, in Zukunft Nennungen und Starterangabe) sowie den Marktplatz und den Deckhengstkatalog auf mein-trabrennsport.de.

Nach vier Stunden endete der offizielle Teil der Veranstaltung – im Anschluss bekamen die Trainer und Rennvereinsvertreter Gelegenheit, sich die Neukonzipierung des 4- und 5-Jährigen-Zirkels von Heinz Tell erläutern zu lassen. Die Anregungen der Aktiven waren herzlich willkommen und wurden aufgenommen.

 

(28.11.2016)